Montagsfrage: Wie lange seid ihr pro Woche/Tag am Blog beschäftigt?

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Heute macht der Blog Buchfresserchen eine schöpferische Pause, aber wir konnten uns eine der verpassten Fragen aussuchen, um diese an diesem ersten Wochentag zu beantworten.
Die Frage, die ich mir ausgesucht habe, wurde von Alexander von Lies Diers gestellt und ich beantworte sie sehr gern, denn viele können sich nicht vorstellen, wie viel Arbeit in einem Blog stecken kann.

Wie lange seid ihr pro Woche/Tag am Blog beschäftigt?

Das ist eine gute Frage finde ich, vor allem, wenn man immer wieder Kopfschütteln erntet, weil man so viel Arbeit in seinen Blog steckt.
Ich muss zugeben, dass ich sehr viel Zeit damit verbringe an meinem Blog zu arbeiten, was unteranderem daran liegt, dass er in naher Zukunft einen Teil meiner Existenzgrundlage bilden wird. Wie das genau aussehen wird, werde ich zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal in einem seperaten Beitrag erleutern.
Wie viel Zeit ich in meinen Blog investiere, ist von Tag zu Tag unterschiedlich und hängt immer ein wenig damit zusammen, was zu tun ist. Deshalb schlüssel ich das einfach mal auf.

Investierte Zeit in eine Rezension:

~ 10 Stunden
lesen des Buches, kommt natürlich immer darauf an, wie viele Seiten das Buch hat und wie spannend es ist.
~ 2-4 Stunden
Schreiben der Rezension. Dazu gehört: die erste Fassung, die erste und zweite Überarbeitung, das Foto und das Layout
~ 1 Stunde
für das Schreiben der Rezensionstexte für Amazon, Thalia, Buch.de und andere Kanäle. Die Rezensionen auf den Verkaufsportalen sind bei mir nie wie der Rezensionstext auf dem Blog
~ 1-2 Stunden
wende ich für das Marketing auf, also das Teilen auf Facebook, Twitter, Google+ und andere Kanäle
~ 1-3 Stunden
für Gespräche mit den Lesern meines Blogs, den Autoren der Bücher oder dem Bloggerportal, wenn es Nachfragen gibt

= ~20 Stunden

Du siehst, dass ich schon in eine Rezension sehr viel Zeit investiere. Aber wie du sicherlich schon bemerkt hast, teile ich auf meinem Blog nicht nur Rezensionen, sondern eine Menge anderer Beiträge, also mache ich mal weiter. 😉

Investierte Zeit in ein Autoreninterview

~ 1-2 Stunden
für das Anschreiben des Autors und das Vorgespräch
~3-4 Stunden
für das Ausarbeiten der Interviewfragen
~ 1-3 Stunden
für das Verfassen des Beitrags, das Layout des Interviews, Korrekturlesen
~ 1-2 Stunden
Nachgespräch mit dem Autor, ob er mit dem Beitrag zufrieden ist oder ob es noch etwas zu ergänzen gibt
~ 1-2 Stunden
für das Marketing, teilen des Beitrags auf Facebook, Twitter, Google+

= ~13 Stunden

Manche Autoren können etwas anstrengend sein, kenne ich von mir selbst, deshalb kann ein Interview ziemlich viel Zeit in Anspruch nehmen. Aber es kommt oft vor, dass sich durch ein einfaches Interview tolle Freundschaften entwickeln.

Investierte Zeit in einen Tipps & Tricks Beitrag

Ich liebe diese Form der Beiträge, weil ich meinen Lesern damit helfen und mein eigenes Wissen weitergeben, aber auch das eine oder andere lernen kann.

~ 2-5 Stunden
gehen für die Themenrecherche und die Recherche für den Beitrag drauf
~ 2-4 Stunden
schreibe ich an dem eigentlichen Beitrag, suche ein passendes Bild aus, korrigiere und mache das Layout
~ 1-2 Stunden
gehen auch hier für das Marketing auf Facebook, Twitter, Google+ drauf

= ~11 Stunden

Bevor ich anfing diesen Beitrag hier zu schreiben, hätte ich nicht damit gerechnet, dass es so viel Zeit beansprucht. Denn ehrlich gesagt, habe ich mir darüber bisher einfach keine Gedanken gemacht.

Investierte Zeit in eine Blogtour

Eine Blogtour beansprucht die meiste Zeit, wie du dir sicherlich vorstellen kannst, doch wie viel ist es.

~ 10 Stunden
gehen dafür drauf das Buch zu lesen und sich Notizen zu machen
~ 2-4 Stunden
Schreiben der Rezension. Dazu gehört: die erste Fassung, die erste und zweite Überarbeitung, das Foto und das Layout
~ 1 Stunde
für das Schreiben der Rezensionstexte für Amazon, Thalia, Buch.de und andere Kanäle. Die Rezensionen auf den Verkaufsportalen sind bei mir nie wie der Rezensionstext auf dem Blog

~ 15 Stunden für das Lesen und das Schreiben der Rezension, doch das ist noch nicht alles

~ 1-2 Stunden
gehen für Gespräche mit den anderen Bloggern drauf, in denen man die Themen aufteilt, den Termin festlegt und Einzelheiten bespricht.
~ 2-4 Stunden
für das Schreiben des Blogtourbeitrags, einbinden der Bilder und Informationen, Korrekturlesen, Layout
~ 1-2 Stunden
für das Marketing, teilen der Beiträge auf Facebook, Twitter, Google+

~ 8 Stunden für den Beitrag zum Buch

= 23 Stunden

Wow, dass ist wirklich eine Menge Zeit, aber im Normalfall macht eine solche Tour eine Menge Spaß und da ist die aufgewendete Zeit eigentlich nebensächlich.

Das war nun eine Aufstellung über vier unterschiedliche Beitragtypen, doch ich habe noch viel mehr zu tun. Da wäre unteranderem auch noch meine Fanseite auf Facebook, der Twitteraccount und Instagram, die bespaßt werden wollen. Alles in allem, verwende ich wahrscheinlich viel zu viel Zeit auf meinen Blog.
Sechs Stunden pro Tag sind es sicherlich, aber ich weiß, wofür ich es mache und ich mache es gern.

Vayaf – Zwischen den Welten #1. Kapitel

Obwohl ich mit meinem Roman Tod oder Freiheit noch lange nicht fertig bin, musste ich einfach mit dem nächsten Projekt beginnen. Eigentlich hatte ich mir geschworen, nie wieder an mehreren Projekten gleichzeitig zu arbeiten, aber mir spukte der erste Satz auf einmal und vollkommen unerwartet durch den Kopf. Also fing ich an und habe bisher ein Kapitel geschrieben, welches ich euch nicht vorenthalten möchte.
Das Kapitel befindet sich noch in der Rohfassung, kann und wird deshalb sicherlich noch den einen oder anderen Fehler enthalten. Diese werden im fertigen Roman nicht mehr zu finden sein.

Kapitel 1

Dunkle Nebelschwaden wanden sich dem Himmel entgegen und verdunkelten die Sonne, die einst das Land schmeichelte und ihm das Leben schenkte. Nun war alles tot oder dem Tod geweiht, was dem manngewordenen Schatten ein zufriedenes Lächeln auf die Lippen zauberte.
Langsam ließ er sich zu Boden sinken und spürte die Kraft, die der Nebel freisetze. Jedes Leben, das endete, setzte unglaublich viel Energie frei, die nur darauf wartete eine neue Form anzunehmen. Und dieses Mal würde er es besser machen, dieses Mal würde er vorsichtiger sein. Einen weiteren Versuch gab es nicht …
***
Es war beinahe still auf den schwach beleuchteten Gängen, einzig ein leises Wimmern drang aus der Zelle am Ende des Ganges. Jeder hier unten wusste, wer dort saß und auf seine baldige Hinrichtung wartete. Sie haben sie gesehen, als man sie hier herunter brachte und in aller Seelenruhe über den Gang führte.
Nach einer endlosen Zahl an Stunden verstummte das Wimmern aus 367 plötzlich und es wurde gespenstisch still auf dem Gang. Niemand wagte es etwas zu sagen oder auch nur zu denken, alle warteten angespannt auf ein Lebenszeichen, welches einfach nicht kommen wollte.
»Eure Hoheit? Alles in Ordnung bei euch?«, fragte ein dünnes Stimmchen aus Zelle 356 und durchbrach damit die unangenehme Stille.
Keine Antwort.
»Ach halt doch das Maul! Ist doch alles egal, hier kommt sowieso niemand lebend raus«, fauchte jemand und warf eine tote Ratte auf den Gang.
»Wieso soll ich das Maul halten? Bin ich etwa die Letzte, die an die Unschuld der Königin glaubt und das sie nichts Unrechtes getan hat?«, fauchte die Gestalt aus Zelle 356 und starrte auf die tote Ratte, »Wieso kommt dieser dämliche Köter nicht?«
»Das habe ich mich auch schon gefragt. Sonst kann man nicht einmal seine Hände um die Gitterstäbe legen, ohne das dieses dumme Vieh angerannt kommt und nun lässt es sich diesen Leckerbissen entgehen?«, knurrte jemand und hielt mutig den Arm auf den Gang, doch nichts passierte.
»Spürt ihr das?«, fragte die Gestalt aus Zelle 300 mit klappernden Zähnen, »Es wird auf einmal so kalt hier.«
»Hier ist es immer kalt«, fauchte die Gestalt aus Zelle 356 und ließ sich an den Gitterstäben herabsinken und starrte auf den Gang.
»Ich weiß, dass es hier immer kalt ist, aber nicht so kalt!«, erwiderte Zelle 300 und schnaufte, doch da spürten es die anderen Insassen bereits und wickelten sich enger in die Fetzen, die ihnen als Decken dienten.
»Was soll der Mist? Quält ihr uns nicht schon genug?«, meldete sich nun eine Stimme zu Wort, die sich bisher an keinem der Gespräche beteiligt hatte und schlug mit aller Kraft gegen die schweren Gitterstäbe.
»Ich bin nicht hier, um euch noch mehr zu quälen meine Holdeste«, flötete eine zuckersüße Stimme, die aus dem Nichts zu kommen schien.
»Wer seid Ihr und was wollt Ihr hier?«, knurrte die Gestalt aus Zelle 356 und versuchte einen Blick auf das Wesen zu erhaschen, das auf einmal mitten auf dem Gang stand, ohne wirklich da zu sein.
»Wer ich bin ist unwichtig«, erklärte der Mann, der allmählich Form annahm und federnden Schrittes auf Zelle 367 zu hielt, »Ich bin nur hier um zu holen, was mir gehört.«
»Und was soll das sein?«, fauchte die Gestalt aus Zelle 356 und versuchte nach dem wehenden Mantel des Mannes zu greifen, doch ihre knochigen Hände glitten durch den Stoff. Verwirrt starrte die Alte auf ihre Hand und konnte nicht glauben, was da gerade passierte. Ihre Frage war vergessen und das die unbekannte Gestalt an der letzten Zelle angekommen war, nahm niemand wahr, denn alle starrten sie auf die Hand, die noch immer aus der Zelle 356 hing.
»Ihr habt nach mir gerufen Eure Hoheit?«, fragte der Schatten und verneigte sich vor der zusammengesunkenen Gestalt in der hintersten Ecke der Zelle, die unmerklich nickte.
»Holt mich hier raus«, hauchte sie und starrte mit leeren Blick in die Dunkelheit, die sie umgab.
»Was soll das bringen? Man wird euch auf ewig jagen, egal wo Ihr auch hingeht«, erklärte er und man hörte die Verzweiflung, die in seiner Stimme mitschwang.
»Ich will so nicht enden, versteht Ihr das nicht?«, fauchte sie und kämpfte sich auf die Beine, ohne den Schatten aus den Augen zu lassen.
»Ich verstehe Euch sehr gut mein Kind, doch mir sind die Hände gebunden und das wisst Ihr«, versuchte er sich zu erklären und begann auf und ab zu gehen.
»Ihr seid der mächtigste Schatten von allen, Neuntöter, und wollt mir erzählen, dass Ihr mir nicht helfen könnt?«, knurrte sie und machte einen Schritt auf ihn zu.
»Ich kann es wirklich nicht und Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie sehr mir dies leidtut«, sagte er und starrte der Frau, die einst die Königin war, in die angsterfüllten Augen.
»Warum nicht?«, wollte sie wissen und machte einen weiteren Schritt auf den Mann zu, von dem sie geglaubt hatte, er wäre ihre letzte Rettung.
Er zögerte einen Moment, denn er wusste, was seine Worte anrichten würden: »Weil Ihr meine Tochter seid!« Nun war es heraus und konnte nicht mehr rückgängig gemacht werden. Sie wusste nun sein dunkelstes Geheimnis und würde es gegen ihn verwenden können. Stattdessen starrte sie ihn hilflos an und fragte beinahe tonlos: »Was soll das heißen? Ihr seid mein Vater?«
»Ja Marry und es tut mir unendlich leid, aber ich kann dich hier nicht rausholen. Diese Zelle ist für Halbschatten undurchdringlich, es gibt für dich keinen Weg hier heraus. Ich kann dir nur den Weg auf die andere Seite ebnen und so angenehm wie möglich machen«, seine Stimme war belegt und Tränen standen in seinen Augen.
»Aber dann werde ich als Schatten weiterleben, sobald mein Körper erkaltet ist!«, rief sie aus, doch Neuntöter musste sie enttäuschen.
»Tut mir leid, aber das wirst du nicht«, er senkte den Blick, konnte es nicht ertragen seiner dem Tod geweihten Tochter in die Augen zu blicken, »Ich bin kein Schatten, wie du sie aus den Geschichten kennst. Ich bin DER Schatten.«
»Soll das heißen, dass du mich irgendwann ohnehin getötet hättest?«, ihre Stimme wurde mit jedem Wort schriller und schmerzte in seinen Ohren. Er nickte und wandte sich von seinem Sprössling ab, er ertrug es einfach nicht, ihr ins Gesicht zu sehen.
»Marry, hör mir zu«, begann er und ließ sich an der kalten Wand hinabgleiten und bettete seine Hände im Schoss, »Eigentlich sollten wir uns niemals begegnen. Ich weiß nicht, wer dir den Ruf des Schattens beigebracht hat, geschweige denn, wer überhaupt noch davon weiß, aber das hier hätte nie passieren sollen.«
»Wieso nicht?«, hauchte sie und sackte in sich zusammen. Sie spürte, dass es mit ihr zu ende ging, doch nur Neuntöter konnte erahnen, mit welchen Schmerzen ihr Tod verbunden sein würde, wenn er es nicht langsam beendete.
»Weil unsere Verbindung lediglich eine zweckmäßige ist. Ich brauchte nur deinen Körper, mehr nicht. Ich bin ein Schatten, der langsam seine Kraft verliert, wenn er sich nicht an den Seelen der Menschen nährt«, erklärte er und rappelte sich langsam wieder auf, ihm würde nicht mehr viel Zeit bleiben, bis die Wachen aus ihrer Starre erwachten und ihn hier entdecken würden.
»Das heißt, du beutest mich nur aus?«, knurrte sie und begann zu husten. Er konnte bereits das Gurgeln tief in ihrem Inneren hören und die kalte Hand des Todes spüren, die nach ihr griff.
»Nein Marry, du solltest ein ganz normales Leben führen, so wie jeder andere Mensch auch. Deine Seele sollte erst nach deinem Tod mir gehören«, knurrte er und machte einen Schritt auf sie zu, sodass sie nur noch wenige Zentimeter von einander getrennt waren.
Sie senkte den Blick und wimmerte: »Wir sollten uns nie begegnen?«
Er schüttelte mit dem Kopf, griff unter seinen wallenden Umhang und umschloss den Griff seines Dolches. »Dies ist das Einzige, was ich noch für dich tun kann«, hauchte er und stieß ihr blitzschnell die Klinge in die Brust. Ein erstauntes Seufzen entrann ihrer Kehle, bevor sich ein Lächeln auf ihren Lippen ausbreitete und sie in sich zusammensank.

Montagsfrage: Welches Buch hat dich zuletzt richtig enttäuscht und warum?

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Es ist wieder einmal Montag und das bedeutet, es gibt eine neue Montagsfrage auf dem Blog vom Buchfresserchen. Das Thema dieser Woche lautet:

Welches Buch hat dich zuletzt richtig enttäuscht und warum?

img_20160814_181056.jpgDie Frage ist leicht zu beantworten, denn ich habe gerade erst eine Rezension zu diesem Buch geschrieben und ich war wirklich enttäuscht, dass könnt ihr mir glauben.
Die Rede ist von dem Buch Das Leuchten meiner Welt, welchen beim Diana Verlag von Random House erschienen ist. Das Cover und der Klappentext sind wirklich gelungen und machen Lust darauf, dieses Buch in die Hand zu nehmen und in die Geschichte einzutauchen. Die ersten Seiten sind auch noch ganz okay, doch dann wirkt die Geschichte ziemlich schnell so, als hätte die Autorin die einzelnen Buchzeiten in den Mixer geschmissen und noch einmal ordentlich umgerührt.
Es ist nicht so, dass ich Rückblenden nicht mag, aber sie sollten erkennbar sein. Man sollte als Leser immer wissen, welche Figur gerade erzählt und vor allem sollten diese Erzählungen eine gewisse Reihenfolge besitzen.
Wenn ich ehrlich bin, dann ist von der Geschichte nicht wirklich viel hängen geblieben. Eigentlich nur, dass Irenie alte Briefe von einem fremden Mann findet und sie herausfinden will, in welcher Beziehung dieser zu ihrer Mutter steht. Was sie dafür alles unternimmt, ist an mir vorbeigegangen.
Ich kann das Buch niemandem empfehlen und werde es nicht noch einmal in die Hand nehmen, um ihm eine weitere Chance zu geben.