Das Plagiat – Wenn Autoren sich mit fremden Federn schmücken

Hallo meine Lieben,
heute möchte ich mit euch über ein ernstes Thema sprechen – über Plagiate.
Aktuell scheint es wieder Trend zu sein, anderen Autoren ihre Geschichten zu klauen, was ich mehr als verwerflich finde. Ich empfinde es als eine große Frechheit, was sich einfach nicht gehört. Es ist nicht nur Diebstahl geistigen Eigentums, sondern auch moralisch höchst verwerflich.
Ich vertrete die Meinung, dass jeder der es nötig hat abzukupfern, dass Schreiben besser bleiben lassen sollte. Für ein solches Vorgehen habe ich keinerlei Verständnis und damit stehe ich nicht alleine da. Viele empfinden es so und verstehen nicht, was einen Menschen dazu treibt sich an dem Eigentum anderer zu bereichern.

Was ist eigentlich ein Plagiat?

Kurz und knackig erklärt, ist ein Plagiat die Anmaßung fremder geistiger Arbeit. Das beinhaltet nicht nur das Übernehmen von Textstellen, sondern auch von Ideen und Darstellungen, wie man sie zum Beispiel in Zeitungen und Magazinen findet.
In den aktuellen Fällen haben die Plagiatoren, denn Autoren kann man sie beim besten Willen nicht mehr nennen, die Texte oder Ideen von Autoren verwendet und als ihr eigenen ausgegeben. Geht gar nicht, finde ich, es ist einfach ausgesprochen unmoralisch, sich an den Leistungen anderer zu bedienen und sich daran zu bereichern.
Für mich ist das Diebstahl, auch wenn dieses Verfahren, anders als ein Verstoß gegen das Urheberrecht nicht geahndet wird. Das müsst ihr euch mal vorstellen, jemand stiehlt eure Idee und macht das große Geld damit und ihr schaut in die Röhre und könnt nichts dagegen tun.

Was ist der Unterschied zwischen einem Plagiat und einem Verstoß gegen das Urheberrecht?

Klaut man die Idee eines anderes Autors, so ist dies keine Urheberrechtsverletzung, sondern ein Plagiat. Ideen kann man leider nicht schützen lassen, anders als den Titel seines Buches.
Es handelt sich ebenfalls um ein Plagiat, wenn man das Werk eines vor mehr als 70 Jahren verstorbenen Autors abkupfert und als sein eigenes ausgibt, obwohl das Urheberrecht bereits erloschen ist. Ein Verstoß gegen das Urheberrecht stellt das Zitieren von Textstellen dar, ohne diese entsprechend zu kennzeichnen.
Das ist ziemlich verwirrend, finde ich. Wenn man seinen Roman von Anfang bis zum Ende durchplant und schreibt, dann braucht man nichts befürchten.

Die aktuellen Fälle

Die momentan wohl bekanntesten Namen im Zusammenhang mit gleich mehreren Plagiaten sind Katja Piel und Hanna Ben, beziehungsweise Hannah N. Heitmeyer. Diese beiden Autorinnen haben sich nicht nur an einem einzelnen Werk zu schaffen gemacht, sondern sich gleich mehrere angeeignet und damit den großen Reibach gemacht.

Einige Leser und Leserinnen halten trotz all den Indizien und und Belegen weiterhin zu diesen beiden Autorinnen und können sich nicht vorstellen, dass ihre Idole wirklich bei anderen gestohlen haben und sich damit über geltendes Recht hinwegsetzen. Doch es ist nicht nur rechtlich gesehen verwerflich, sondern auch moralisch und ethisch.
Am schlimmsten an der ganzen Sache ist, dass die Autorinnen nun auch noch bei Amazon weiterhin Geld mit Werken machen, die sie von anderen gestohlen haben. So bekam Hanna Ben den AllStar-Bonus und Katja Piel ist mit zwei der Bücher im KindleDeal. Unglaublich, aber wahr und ausgesprochen traurig.
Werden Diebe nun von Amazon auch noch für ihre Taten belohnt oder ist es den Leuten von Amazonien vollkommen egal? Ich hoffe inständig, dass Amazon auch noch seine Konsequenzen aus der ganzen Sache ziehen wird und diese „Autoren“ lebenslang sperren wird…

Wie ist eure Meinung zu diesem Thema? Würdet ihr diesen „Autoren/innen“ noch eine Chance geben oder haben sie euer Vertrauen auf Lebenszeit verloren?

www.pdf24.org    Send article as PDF   

6 comments

  1. Juls says:

    Für mich sind das Straftäter und ich finde es einfach nur unvertretbar von Amazon, Piel zbsp. noch mit einem Kindledeal zu belohnen und einfach NICHTS zu machen. Und wie krank man im Kopf sein muss, um das 1.) zu machen und 2.) sich dann uneinsichtig zu zeigen, obwohl MEHRERE Plagiate nachgewiesen wurden, liegt jawohl auf der Hand.
    Mich macht das einfach nur wütend und mich würde keine Rechtfertigung der Welt zu einem solchen Dieb halten lassen. (Das Verhalten der Leser verstehe ich so gesehen nicht, aber ich schätze, das liegt an mangelnder Information. Die können nicht nachempfinden, was „geistiges Eigentum“ ist und warum daraus „so eine große Sache“ gemacht wird, vermutlich weil sie noch nie selbst etwas erschaffen haben, das ihnen so sehr am Herzen liegt, dass das kopiert zu sehen einfach nur ein gehöriger Schlag ins Gesicht wäre.
    Menschen, ey. Ich könnte kotzen. =.=

    • Jean Parker says:

      Ich kann das Verhalten der Leser, die zu diesen Autorinnen halten beim besten Willen nicht verstehen.
      Aber ich las in irgendeinem Artikel, dass dieses Verhalten wahrscheinlich daherrührt, dass man sich nicht eingestehen will einem Betrüger aufgesessen zu sein. Wobei ich nicht ralle, warum man im nachhinein nicht einfach sagen kann „Ich habe es bisher nicht gewusst, aber nun kann ich einfach nicht mehr zu diesem Autor halten, weil ich sein Verhalten unverantwortlich halte!“
      Mit Hanna Ben war ich mal in einer Gruppe und habe mich schon da gewundert, dass sie in so kurzen Abständen Bücher veröffentlichen kann, besonders mit kleinem Kind. Auch wenn ich von mir selbst weiß, dass ich innerhalb weniger Tage eine Rohfassung schreiben kann, so brauch doch die Überarbeitung einfach seine Zeit.

      Traurig was da passiert, besonders da es Autoren die korrekt arbeiten ebenso in Verruf bringt…

  2. Christina says:

    Ich war schon skeptisch, als ich vom ersten Fall von Katja erfahren habe. Ihre dreiste Lüge, sie wisse es nicht mehr ins die „Schreibübung“ haben mir, bzw ihr den Rest gegeben. Ich habe sie entfreundet und alle Bücher von ihr vom Kindle geworfen.

    Von Hannah Ben habe ich nichts gelesen und das wird auch so bleiben.

    Grundsätzlich finde ich es schön, dass es treue Fans gibt, aber langsam müssen auch die mal der Wahrheit ins Gesicht sehen, oder? Betrug ist Betrug.

    Christina

    • Jean Parker says:

      Diese Lüge war wirklich ausgesprochen komisch, denn eigentlich ist es so, dass ein Autor weiß was er geschrieben hat und was nicht aus seiner Feder stammt.
      Von Hanna Ben habe ich ein oder zwei Bücher gehabt und ärgere mich tierisch Geld für etwas ausgegeben zu haben, wo definitiv kein Herzblut drinn steckt.
      Die Fans sollten der Wahrheit definitiv endlich ins Gesicht schauen, denn ändern wird sich ohnehin nichts. Zumindest glaube ich persönlich nicht daran, dass diese beiden Damen jemals etwas eigenes schaffen werden.

      • Christina says:

        Ich glaube es auch nicht. Katja hat so viele Bücher veröffentlicht, scheinbar war keines von ihr.

        Irgendwann muss doch auch der größte Anhänger merken, dass er verarscht wurde und dass die gute Frau illegal handelt

        • Jean Parker says:

          Schön wäre es schon… Nur wie weit diese Tatsache in die Köpfe der Leser vor dringt ist fraglich und hängt von den einzelnen Charakteren ab.
          Wahrscheinlich bleibt nur immer wieder darauf hinzuweisen, dass Plagiate illegal sind, bis es auch endlich der letzte versteht.

Kommentar verfassen