DKZV, wie sie Kasse machen

write-1292839Die meisten Autoren wollen ihre Bücher in einem Verlag veröffentlichen, am liebsten in einem der Verlage, deren Name jeder kennt. Doch leider fallen einige dieser Autoren auf Pseudoverlage, die sogenannten DruckKosten Zuschuss Verlage herein und verlieren dabei eine Menge Geld. Geld welches ein seriöser Verlag niemals von seinen Autoren verlangen würde, da sie sich über die verkauften Bücher finanzieren.
Ein DKZV möchte an dein Geld, alles andere spielt für ihn keine Rolle und das sollte schon Grund genug sein die Finger von solch einem „Verlag“ zu lassen.
Nachfolgend eine Mail von einem dieser Pseudoverlage, die Autoren für eine Anthologie suchen, stopp sie suchen Leute die dumm genug sind auf sie herein zu fallen.
In dieser Mail stehen diverse Punkte, die den Absender als DKZV enttarnen. Am Ende des Beitrages sind diese Punkte noch einmal beleuchtet. Sei nicht so dumm und fall darauf rein. Es bringt dir und deinem Buch oder deinen Kurzgeschichten überhaupt nichts. Keiner wird sie kaufen, denn Bücher eines DKZV sind meistens total überteuert.



Teilnahmebedingungen

  • Kosten: 39 Euro exkl. MwSt. je Buchseite. Frühbucher-Rabatt: nur 35 Euro exkl. MwSt. je Buchseite, gültig bei Texteinreichung bis 15.02.2016
  • Datenabgabe: Spätestens 29.02.2016 einlangend im Verlag. Sämtliche Rechte an den Texten bleiben bei Ihnen.
  • Pseudonym: Sofern Sie ein Pseudonym verwenden wollen, teilen Sie dies bitte schriftlich bei der Datenabgabe mit.
  • Textlänge: Mindestens 4 Buchseiten, maximal 30 Buchseiten. (Eine Buchseite besteht bei Fließtext aus ca. 1800 Anschlägen, bei Gedichten aus ca. 1–2 Gedichten. Sie können auch Fotos/Illustrationen zum Text einreichen. Der Abdruck erfolgt in Graustufen.)
  • Thema: Es gibt KEINE Themenbeschränkung! Der Verlag hat jedoch das Recht Texte jederzeit ohne Angabe von Gründen abzulehnen.
  • Biografische Angaben: Es sollten max. 300 Zeichen, von Ihnen selbst in der 3. Person verfasst werden, diese werden im Anhang alphabetisch nach Nachnamen sortiert.
  • Datenformat: Senden Sie bitte den Text und die Biografie digital als WORD Datei per E-Mail an: (..) oder per CD bzw. Stick an den Verlag nach Neckenmarkt.
  • Rechnung: Diese erhalten Sie nach Texteinsendung und Schätzung der Buchseiten.
  • Texterfassung: Sofern Sie den Text nicht in digitaler Form abgeben können verrechnen wir für die Texterfassung je Buchseite bzw. für die biografischen Angaben 10 Euro inkl. MwSt.
  • Belegexemplare: 3 Stück.
  • Buchankauf: Sie erhalten 30% Rabatt für den Bezug weiterer Bücher dieser Anthologie zzgl. Versandspesen.
  • Honorar: Beiträge in der Anthologie stellen eine Werbung für die Teilnehmer dar. Die Bezahlung eines Honorars ist leider nicht möglich.
  • Druckfreigabe: Nach dem Lektorat und Layout erhalten Sie von Ihrem Beitrag einen Abzug der Druckseiten zur Druckfreigabe.

Die Vier-Jahreszeiten-Anthologien sollen den Lesern einen Überblick über zeitgemäße Texte aus verschiedenen Genres und aktuellen Literaturtrends bieten.
Zentrale Faktoren für den erfolgreichen Verkauf eines Buches sind neben einem guten Manuskript Werbung und die damit verbundene Steigerung des Bekanntheitsgrades des Autors.
Die Anthologien werden auf großen Buchmessen präsentiert – der Frankfurter Buchmesse, der Buch Wien und auf der Leipziger Buchmesse. Zusätzlich werden die Anthologien Zeitschriften, Fernseh- und Radiostationen vorgestellt und zur Rezension angeboten.
Das Buch kann über Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie über Amazon und den (…) selbst erworben werden.

Wenn auch Sie diese Möglichkeit nutzen wollen, in der nächstmöglichen Ausgabe vertreten zu sein, schicken Sie uns Ihre Texte entweder digital an (..) oder per Post an unseren Verlagssitz in Neckenmarkt.

Wir freuen uns schon sehr auf Ihre Texte!


Ich habe ein paar Markierungen in dieser Mail vorgenommen, die ich an dieser Stelle gerne einmal aufschlüsseln möchte.

39 Euro exkl. MwSt. je Buchseite. Frühbucher-Rabatt: nur 35 Euro exkl. MwSt. je Buchseite, gültig bei Texteinreichung bis 15.02.2016
Wahrlich ein Schnäppchen, findest du nicht? Spaß beiseite. Dieser DKZV verlangt für jede eingesandte Seite deines Beitrages 39€, zu denen noch einmal 7,41 dazukommen, da in ihnen noch keine Mehrwertsteuer enthalten ist. Bedeutet im Klartext, dass eine einzige Buchseite 46,41€ kostet.
Wenn du allerdings zum 15.02. deinen Beitrag eingesandt hast, sparst du ein paar Euronen. Ein seriöser Verlag würde nichts für deinen Beitrag verlangen.

Mindestens 4 Buchseiten, maximal 30 Buchseiten
Dies ist zwar für einen seriösen Verlag auch nicht unüblich, aber wenn man bedenkt was eine einzelne Buchseite dieser Anthologie den Autor kostet, rollen sich einem die Fußnägel.

KEINE Themenbeschränkung!
Anthologien seriöser Verlage haben immer eine Themenbeschränkung, auch wenn diese nicht immer explizit ein Thema vorgibt. Doch so erhält man zumindest eine große Richtung (zum Beispiel Genre) an welche man sich als Autor halten soll.
Einer Anthologie kein Thema zu geben zeugt in meinen Augen schon davon, dass es diesen Pseudoverlagen vollkommen egal ist, wie sich die Werke am Ende verkaufen. Schließlich haben sie schon gut an den Autoren verdient.

„Rechnung: Diese erhalten Sie nach Texteinsendung und Schätzung der Buchseiten.“
Spätestens an diesem Punkt hätte man als Autor stutzig werden müssen. Ein Verlag stellt keine Rechnungen aus, zumindest nicht an seine Autoren.

„Sofern Sie den Text nicht in digitaler Form abgeben können verrechnen wir für die Texterfassung je Buchseite bzw. für die biografischen Angaben 10 Euro inkl. MwSt.“
Nett von ihnen nicht wahr? Dieses Mal versteht sich der Preis inklusive Mehrwertsteuer, dabei ist es schon eine Frechheit überhaupt Geld dafür zu verlangen das der Text erfasst wird. Man beachte bitte auch, dass der Druck der Vita 10€ kostet.

„Beiträge in der Anthologie stellen eine Werbung für die Teilnehmer dar. Die Bezahlung eines Honorars ist leider nicht möglich.“
Die Frechheit des Jahrtausends! Der Autor gibt sich Mühe und lässt seine ganze Hingabe und Hirnschmalz in den Text einfließen, der in dieser Anthologie veröffentlicht wird und erhält am Ende nicht einmal ein Stück vom Kuchen. Bezahlen durfte er dafür, dass sich andere die Taschen vollstopfen können und ein dickes Auto unterm Hintern haben.
Alleine dieser Punkt sollte jeden davon abhalten überhaupt einen Text einzusenden, wenn der erste es noch nicht geschafft hat.

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