Gastrezension Patrick S. Nonn – Wetgrave

Merket auf, merket auf, Freundinnen und Freunde des gedruckten Wortes, euer Buchhändler vor Ort hat mal wieder seinem Lieblingshobby gefrönt. Nein, nicht „Kaffeetrinken“! Ich hab ein Buch gelesen, dass ich euch – sofern ihr euch für Science-Fiction begeistern könnt, allerwärmstens empfehlen möchte:
Alf Stiegler, „Wetgrave“ (dem ich herzlich für das zur Verfügung gestellte Rezensions-Exemplar danken möchte.)

Worum geht es:

51jitksajol-_sx311_bo1204203200_„Das 24. Jahrhundert: Die Menschheit nutzt Dimensionssprünge, um die Entfernung zwischen den Sternen zu überwinden. Doch hinter der Sprungtechnologie lauert ein furchtbares Geheimnis. Wie ein Schatten liegt es auf den Luxusunterkünften, die zu tausenden die Erde umkreisen. Nur Pressure, ein weltweit gejagter Technik-Schmuggler, ist der Wahrheit auf der Spur. Als ihm ein streng geheimes Datenmodul in die Hände fällt, beginnt ein Abstieg ins Grauen und ein Kampf ums Überleben der gesamten Zivilisation.
„Wenn es stimmt, was Sie sagen, ist die Colombo noch irgendwo da draußen, besudelt vom Schicksal des letzten Aufklärungsteams. Und von dem, was es von dort mitgebracht hat.“

Wer mein Profil-Foto – z. B. auf Facebook – kennt, der sieht es mir am „klingonischen“ Bart an: Ich bin nicht ganz unbeleckt was Science-Fiction angeht. Dennoch war „Wetgrave“ eine absolut gelungene Überraschung. Angefangen beim Erzählstil, der sehr flott Fahrt aufnimmt und durchstartet, wie eine Saturn-V-Rakete auf dem Weg zum Mond. Außerdem mag ich es sehr gern, wenn der erste Satz Fragen beim Leser aufwirft und ihn so „in die Geschichte zieht“.
Ich habe diese 230 actionreichen Seiten an einem Nachmittag verschlungen. Es geht rasant los und der Autor versteht es dieses Tempo bis zur letzten Zeile nicht nur zu halten, sondern auch im furiosen Finale noch zu steigern. (Freunde von Sci-Fi-Horror werden sich freuen…)
„Dimensions-Sprüge“…ja, denkt man sich, wird wohl so funktionieren wie bei „Stargate“ auch. Pustekuchen! Aber die Art und Weise wie es funktioniert wirkt auf mich wohl durchdacht, wenn nicht sogar gut recherchiert. Weltenverschwörerische Großkonzerne mit düsteren Geheimnissen… kennt man, könnte man meinen, Pustekuchen dieses Geheimnis ist düster wie ein See voll schwarzem Wasser.
Und der letzte Satz des Buches macht – ganz ohne den mittlerweile „üblichen“ Zwang zur Serie – Lust auf eine Fortsetzung.

Fazit: Alf Stiegler ist ein mit allen Wassern gewaschener Erzähler, den man – egal mit welchem Auge man in welcher Dimension auch immer guckt – in gleichselbigen Augen behalten sollte.

Ich für mein Teil sage: Danke sehr, bitte mehr!

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