Marty Knopp

12698140_505707062935302_7860692054820690825_oGeboren wurde Marty im April 1983 in Salzkotten (einem kleinen Städtchen bei Paderborn). Die Liebe zog ihn jedoch ins „Schwabenländle“ am Rande des Schwarzwaldes, wo er heute glücklich mit seinem Mann lebt. Seine berufliche Karriere startete mit einer Maler-Ausbildung, um im kreativen Bereich tätig sein zu können. Später schulte sich Marty jedoch zum Bürokaufmann um, da ihm der Umgang mit dem PC mehr lag, als das Arbeiten auf einem Gerüst („auch wenn der Kletter-Faktor einsame Spitze war“). 2010 veröffentlichte er sein erstes Buch, 2011 das Zweite in seinem eigenen Verlag und 2012 das Dritte, nachdem er das Erste nachzog. Seitdem erfreut er sich immer mal wieder durch Zeitarbeit an der Arbeit eines Datenerfassers und hofft auf eine feste Anstellung, bei der er sich endlich bis zur Rente durchgehend austoben darf.

Unter welchem Namen schreibst du?
Marty Knopp

Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Bereits in meiner Kindheit besaß ich eine sehr ausgeprägte Phantasie, die mir etliche Ideen herbeizauberte. Aufgeschrieben hatte ich das allerdings damals noch nicht. Ich habe es meistens als Theaterstück oder Musical versucht umzusetzen. Daher war mein großer Traum auch Jahre lang, ein Musical-Star zu werden. Nur leider war mein Talent zum Singen unter aller Kanone.
Erst viele Jahre später fand ich einen anderen Weg, meinen Geschichten Ausdruck zu verleihen und entdeckte die Freude am Erstellen von Fotostorys. Eine dieser Fotostorys schrieb ich anschließend als Skript für ein Buch um und bin seitdem bei dieser Art von Ideen-Verwirklichung geblieben.

Seid wann schreibst du ernsthaft?
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Warum schreibst du?
So kann ich meiner Fantasie am besten und unauffälligsten freien Lauf lassen. In meinem Kopf wuseln so schrecklich viele Ideen für Geschichten herum, dass ich regelrecht unruhig werde, wenn ich nicht zumindest die Idee an sich erstmal zu Papier bringe. Dieses „nur die Idee aufschreiben“ artet dann aber schnell zu einer mehrere Seiten langen Schreib-Wut aus.

In welchen Genres bist du unterwegs.
Zuhause fühle ich mich bei den Jugendromanen, aber auch ein Kinderbuch habe ich bereits begonnen zu schreiben und zur Zeit erwacht sogar ein gesellschaftskritisches Drama zum Leben.

Woher nimmst du deine Ideen?
Oft kommen mir die Ideen, während ich „Die Sims“ spiele. Dabei haben die Inhalte des Spiels meistens gar nichts mit der Idee zu tun, ich stoße einfach ganz unverhofft auf Geistesblitze. Manchmal habe ich aber auch eine Idee für ein Bild, das ich dann male oder am Computer erstelle und daraus entwickelt sich im Laufe der Zeit eine vollständige Geschichte.

Wobei kannst du am besten entspannen?
Nachts in die Sterne zu schauen. Einfach darüber nachgrübeln, was da draußen wohl gerade passiert, wovon wir hier auf der Erde nicht die geringste Ahnung haben. Das ist meiner Meinung nach das Entspannenste überhaupt.

Gleichst du mit Hobbies die Schreiberei aus?
Nein, die Schreiberei IST eines meiner Hobbys. Selbst wenn ich eines Tages davon leben könnte und es als meine Arbeit bezeichnen dürfte, würde ich es niemals als Arbeit sehen.

Welches Buch war das erste, dass du geschrieben hast? Link?
Gelegenheit macht Diebe – Nicht alles, was schwul ist, glänzt. Hierbei geht es um einen naiven jungen Kerl, der so seine Probleme mit der ersten großen Liebe hat. Und zwar die, zu einem Mann, dessen Strafregister eigentlich längst explodiert sein müsste. Zur Zeit wartet es auf eine grundlegende Überarbeitung.

Arbeitest du an mehreren Projekten gleichzeitig?
Jain… Es fällt mir schwer, mich auf mehrere Projekte gleichzeitig zu konzentrieren, weil ich mein Herzblut immer voll und ganz in das gerade aktuelle Projekt stecke. Zurzeit widme ich mich allerdings ausnahmsweise zwei Projekten. Während ich an dem Storybaord für ein Kinderbuch schreibe, findet eine weitere Geschichte, die mir ebenfalls seit frühester Kindheit durch den Kopf geistert (besagtes Drama) seinen Weg auf das Papier. Hierbei arbeite ich jedoch mit zwei Autoren-Kollegen zusammen um das Beste aus diesem Werk zu holen.

Wie gehst du beim Schreiben vor?
Bisher bin ich die Sache immer recht chaotisch angegangen, was an der Aufregung und der Ungeduld lag. Da ich geordnete Verhältnisse gerade erst lerne, kann ich dazu leider noch keine genauen Beschreibungen machen.

Wie motivierst du dich, wenn es mal nicht so gut läuft?
Mein Ehrgeiz motiviert mich von ganz alleine. Wenn ich mal mehrere Tage an einem Absatz rum kaue und es einfach nicht weiter zu gehen scheint, bleibe ich trotzdem hartnäckig am Ball bis es endlich wieder flutscht. Wenn ich es dann bei der Nachbearbeitung nochmal lese, verstehe ich oft schon gar nicht mehr, warum mich das so aufgehalten hat.

Warum Self Publishing?
Warum denn nicht? Ich habe bereits beide Seiten kennen gelernt: Das „bei einem Verlag unter Vertrag sein“ und die Vorzüge daraus zu genießen, und das „Selbst verlegen“ über einen Anbieter, der das eben anbietet (in diesem Fall BookRix). Darüber hinaus habe ich sogar schon die Erfahrung gemacht, selbst Verlag zu spielen, was sicher auch sehr viele Vorteile mit sich bringt, aber ziemlich kostspielig ist. Sollte ich noch einmal die Möglichkeit haben, SelfPublishing zu betreiben, wäre ich zumindest nicht abgeneigt. Genauso wenig aber auch über die Aufnahme in einem Verlag, sofern die Konditionen stimmen.

Kannst du dir vorstellen, mit einem anderen Autor zusammenzuarbeiten?
Das kann ich mir sogar sehr gut vorstellen und tue es auch bereits. Mit mehreren Leuten fließen immer viel mehr Ideen in das Projekt ein und man stößt auf Dinge, die einem so vorher nie in den Sinn gekommen wären. Zudem kann man sich immer gegenseitig zum Weitermachen animieren und leichter hartnäckige Textpassagen überbrücken.

Hast du Angst vor Ideenklau?
Ja, sogar sehr. Es ist mir zum Glück noch nie passiert, aber ich stelle es mir schrecklich vor. Jemand anderen mit der eigenen Idee hausieren zu sehen und dann von der Idee ablassen zu müssen, um nicht als Nachahmer zu gelten, ist sicher kein Vergnügen.

Was hältst du von eBook-Piraten?
Das ist das hinterletzte und sicher ein Thema, das man am klügsten angeht wie die Veganer. Wenn man den Endverbraucher davor abschreckt, es zu nutzen, geht diesen ekligen Betrügern die Luft aus und sie bemühen sich erst gar nicht, geklaute Daten an den Mann zu bringen.

Könntest du dir vorstellen vom Schreiben zu leben? Würdest du es wollen?
Es gab mal eine Zeit, da war ich felsenfest davon überzeugt, das eines Tages zu tun ;-). Mittlerweile sehe ich es aber ein bisschen realistischer. Sollte es aber wirklich einmal soweit kommen, wäre ich mit wachsender Begeisterung bei der Sache. Den ganzen Tag zu schreiben und dafür auch noch Geld zu bekommen, würde mich sehr glücklich machen.

Dein Buch wird verfilmt, würdest du dir den Streifen ansehen?
Aber sowas von! Ich würde sogar darauf bestehen, bei den Dreharbeiten zusehen zu dürfen.

Was bedeutet Erfolg für dich?
Jedes einzelne verkaufte Buch ist ein Erfolg für mich. Ich kann mir nicht vorstellen, jemals so abgestumpft zu werden, dass mich selbst die geringste Verkaufszahl nicht mehr freuen würde. Die absolute Spitze des Erfolges ist für mich aber, positives Feedback zu bekommen und dass das Buch weiterempfohlen wird.

Was versprichst du dir von dem Projekt „Self Publisher – Gemeinsam sind wir stark“?
Die Unterstützung, mich zu puschen, mir mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und mir letzten Endes zu helfen, mir Gehör zu verschaffen. Genauso wie auch ich den anderen helfen möchte, so gut ich nur kann.

Was würdest du jemanden raten, der ebenfalls mit dem Schreiben anfangen möchte?
Schreib! Schreib dir das Herz aus der Seele! Lass alles raus und vermerke jeden einzelnen Gedanken, den du für eine gute Idee zur Handlung hältst. Und habe vor allem immer und überall einen Stift und ein Stück Papier dabei. Es ist unfassbar ärgerlich eine super mega geile Idee zu haben und die dann zu vergessen, nur weil man gerade auf dem Klo hockt und nichts zu schreiben hat.

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