Rezensionen, Lohn der Künstler und Last der Leser – Teil II

Hallo meine Lieben,
im letzten Beitrag habe ich euch erzählt, weshalb es so wichtig ist, dass ihr Rezensionen verfasst. In diesem möchte ich euch erklären, was alles in eine gute und aussagekräftige Bewertung gehört. Vielen Lesern fällt es nämlich unglaublich schwer ihre Meinung in Worte zu fassen und eine gut formulierte Bewertung zu Papier zu bringen. Deshalb hoffe ich, dass euch dieser Beitrag dabei eine Hilfe ist.

Was gehört in gut ausformulierte Rezensionen?

Was ist eine Rezension?

Re-zen-si-on [die] ist ein Artikel, der etwas kritisch beleuchtet. Bedeutet im Klartext, dass man sich in einer Rezension kritisch, aber sachlich über einen Text (meist ein Buch) auslässt und diesen bewertet.
Wie genau man dies macht, werde ich in diesem Artikel erläutern. Natürlich muss ich erwähnen, dass dieser Beitrag nur eine Möglichkeit darstellt eine Bewertung zu verfassen, denn es wird sicherlich noch andere Wege geben.

Bevor ich nun ewig um den heißen Brei herum schreibe, fangen wir einfach an endlich die Thematik zu beleuchten und uns langsam an das Thema heranzutasten.

Welche Fragen sollte man sich während des Lesens des Buches stellen?

Wenn ihr eine gute und ausführliche Rezension verfassen möchtet, dann solltet ihr bereits vor dem Lesen einige Vorkehrungen treffen.
Neben dem Buch das ihr lesen und anschließend bewerten möchtet, solltet ihr euch auf jeden Fall einen Notizblock bereitlegen auf dem ihr euch Notizen machen könnt und um die folgenden Fragen zu notieren.

1. Worum geht es in dem Buch? Welches Genre?

2. Aus welcher Perspektive schreibt der Autor?

3. Wie entwickelt sich die Geschichte?

4. Wie ist der Stil und der Aufbau des Buches?

5. Welche Zielgruppe soll von diesem Buch erreicht werden

Dies sind ein paar Fragen, zu denen man sich unbedingt Notizen machen sollte. Für Frage Nr. 4 kann man sich auch Textstellen aus dem Buch notieren, um sie später zu zitieren. Nun können wir dazu übergehen, eine Rezension aufzuschlüsseln und deren Aufbau näher zu beleuchten.
Vorneweg sollte gesagt sein, dass eine ausführliche Rezension um die 1-1 1/2 Seiten hat auf denen man sich über das Buch auslässt und es von allen Seiten beleuchtet.


Aufbau einer Rezension:

1. Die Überschrift

Wie jeder gute Text, hat auch eine Rezension eine Überschrift. Am besten wählt man dazu einen aussagekräftigen Satz, der möglichst einen Bezug zum Text hat.

2. Einführung/ Aufhänger:

Nun kommen wir zur eigentlichen Rezension, die mit der Identifizierung des Werkes und seines Autors beginnt. Im ersten Absatz soll deutlich werden, in welche Richtung die Besprechung gehen soll, damit der Leser sofort weiß, worum es geht.
Die ersten Sätze sind besonders wichtig, wenn man seinen Leser fesseln möchte und will das er die Rezension auch liest. Fängt die Bewertung bereits langweilig an, kann man schon einmal davon ausgehen, dass niemand sie lesen wird. Also sollte man sich bei den Formulierungen besonders viel Mühe geben, denn ansonsten kann man es auch bleiben lassen.
Man kann hier auch seine Leitmotive dieses Buch gelesen zu haben einbringen, die man am Schluss noch einmal beleuchten kann.

3. Wiedergabe der wesentlichen Inhalte:

In diesem Teil der Rezension geht es darum den Inhalt des Werkes zusammengefasst wiederzugeben, ohne dabei zu viel zu verraten.
Um Passagen anschaulicher zu machen, kann man in diesem Teil der Bewertung auf Zitate zurückgreifen, die als solche gekennzeichnet sein sollten, um Missverständnissen zuvorzukommen. Dieser Ausschnitt sollte kurz gehalten werden und sich möglichst auf die Schwerpunkte des Buches beschränken, um nicht zu viel zu verraten. Außerdem sollte man in diesem Abschnitt folgende Fragen beantworten:

1. Welche Intention verfolgt der Autor mit seinem Buch?
2. An welche Zielgruppe richtet sich das Werk?

4. Die kritische Analyse:

Dieser Teil ist der wichtigste Bestandteil der Rezension und besonders hier sollte man sich als Rezensent besonders viel Mühe geben. Denn dieser Abschnitt beleuchtet die Qualität des Werkes und ob es die Ansprüche der Zielgruppe erfüllt. Deshalb ist es besonders wichtig zu wissen, an welche Lesergruppe sich das Buch richtet. Dabei spielen die Fragen aus Abschnitt 3. eine wichtige Rolle.
Ebenfalls sollte man daran denken, dass die kritische Analyse eine subjektive Meinung darstellt und den entscheidenden Part darstellt. Denn spätestens an dieser Stelle wird dem Leser klar, ob das Buch seinen Bedarf befriedigen kann.

5. Bewertung des Werkes:

Hier geht es darum die Stärken und Schwächen des Werkes herauszuarbeiten und sachlich wiederzugeben.

6. Schluss:

Hier kommt die Schlussbewertung, sprich das Fazit das man nach dem Lesen zieht, die nochmals aufzeigt für welche Zielgruppe das Buch geeignet ist und aus welchen Gründen das Buch besonders wertvoll ist.
Außerdem kann man die eigenen Leitmotive der Rezension (aus der Einleitung) noch einmal aufgreifen.


Und nun wünsche ich euch viel Spaß beim Verfassen eurer Rezensionen. Wenn ihr mögt, verlinkt sie mir gerne in den Kommentaren.

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