Wie ihr Selbstdisziplin erlernen könnt, ohne euch ein Bein ausreißen zu müssen

Hallo meine Lieben,
wer erfolgreich sein möchte, braucht dafür vor allem eines – Selbstdisziplin. Und genau darum soll es in diesem Beitrag gehen. Vor allem die Autoren und Blogger unter euch werden mir zustimmen, wenn ich sage, dass man ohne eine gehörige Portion Disziplin in der heutigen Zeit nichts mehr erreichen kann.
Immer mehr Menschen bloggen oder schreiben Bücher, umso größer ist der Pool an Blogs und Büchern, aus dem man hervorstechen muss, wenn man davon Leben oder zumindest gelesen werden muss. Erfolg kommt nicht über Nacht, auch wenn das unvorstellbar schön wäre, aber so leicht ist das nun einmal nicht. Hinter jedem Erfolgserlebnis steckt eine Menge Zeit, Fleiß und Arbeit.

Was ist Selbstdisziplin?

Im Duden findet sich auf diese Frage folgende Erklärung:

„Disziplin ist das Beherrschen des eigenen Willens, der eigenen Gefühle und Neigungen, um etwas zu erreichen.“

Mir gefällt diese Erklärung ausgesprochen gut, denn sie beinhaltet fast alles, was man zu diesem Thema wissen muss. Denn man muss nicht in allen Lebenslagen eine eiserne Disziplin an den Tag legen, um als diszipliniert zu gelten. Sie kann sich auch auf wenige Bereiche beschränken.
Ihr könnt also mega diszipliniert sein, wenn es um euren Job geht, müsst es beim Sport aber nicht sein. Auch wenn das natürlich wünschenswert wäre. Aber da wären wir wieder beim Thema Perfektionismus und das niemand zu 100% perfekt ist. Man muss es auch nicht sein. Wichtig ist doch, dass wir unsere Ziele erreichen und uns dabei wohlfühlen. Ihr setzt eure Ziele in diesem Moment einfach anders, Sport ist euch nicht so wichtig, deshalb lasst ihr in schleifen, nicht weil ihr nicht diszipliniert seid.

Was verhindert Disziplin?

Dafür gibt es unterschiedliche Ursachen, denn alles mögliche kann uns von unseren Aufgaben ablenken. Auf einmal ist Fensterputzen überhaupt nicht mehr lästig und die Blumen sehen so aus, als könnten sie etwas Wasser vertragen und müssen deshalb unbedingt gegossen werden. Wisst ihr, worauf ich hinaus will?

  • fehlende Motivation/Anreize
  • fehlender Sinn hinter der Aufgabe
  • Trotz
  • anderes ist wichtiger oder angenehmer
  • innere unbewusste Widerstände

Mittlerweile solltet ihr erkannt haben, dass ich von der allzu bekannten Prokrastination spreche. Sie ist ein großer Feind der Selbstdisziplin, aber ohne Disziplin wird man ihr nicht den Kampf ansagen können. Deshalb habe ich hier nun ein paar Tipps, die ich euch dabei helfen sollen.

9 Schritte für mehr Selbstdisziplin

#1 Handeln, wie du es willst

Für mich ist dies einer der wichtigsten Punkte dieser Aufzählung, denn niemand arbeitet gerne unter Zwang. Gerade auf der Arbeit kann man sich nicht immer aussuchen, welche Aufgaben man gerne erledigen würde, dann musst du dir klar machen, wofür du es tust. Denk dabei nicht an das Geld, welches du für deine Arbeit bekommst, sondern an die schönen Dinge, die du dir von diesem Geld kaufen kannst.

#2 Prioritäten setzen

Ein wahrer Dauerbrenner unter meinen Tipps, ihr werdet ihn also noch öfter zu lesen bekommen. Ihr müsst lernen Aufgaben einzustufen und sie nach dieser Einstufung zu bearbeitet. Wichtige Aufgabenstellungen zu erst, danach die weniger wichtigen.
Terminierte Aufgaben solltet ihr immer vor den Aufgaben erledigen, die keine Deadline haben. Das reduziert Stress und ihr kommt nicht in Zeitnot und macht weniger Fehler. Zeitaufwendige Aufgaben mache ich meist zuerst, danach die, die fix abgearbeitet sind. Aber immer so, wie es sich mit der Priorität der Aufgaben vereinbaren lässt und meiner Produktivität zuträglich ist.

#3 Konkrete Zeitpunkte setzen

Ein guter Tipp, um damit zu beginnen, sich selbst zu disziplinieren.
Setzt euch bei euren Aufgaben eine eigene Deadline. Diese sollte allerdings nicht zu weit in der Zukunft liegen, sondern in einem erreichbaren Rahmen. Ansonsten kann es passieren, dass ihr diese Aufgabe vergesst und erst kurz vor Ende der Deadline merkt, dass ihr sie noch nicht erledigt habt.

#4 Große Aufgaben stückeln

Eine gesplittete Aufgabe lässt sich einfacher und stressfreier bearbeiten. Besonders große Brocken in kleinere Aufgaben aufteilen und schrittweise bearbeiten, bis alle Stücken abgearbeitet sind.
Wenn ihr ein Buch überarbeiten wollt, dann teilt die Überarbeitung in mehrere Schritte auf. Als erstes zum Beispiel Logikfehler ausmerzen, danach die Spannung überprüfen, danach Rechtschreibung und Grammatik und zuletzt das Gesamtbild.
Es mag so aussehen, als mache es mehr Arbeit, aber dem ist nicht so. Wenn ihr alle Schritte in einem Durchgang erledigen wollt, werdet ihr keinen davon besonders gut erledigen. Probiert es auch.

#5 Realistische Ziele setzen

Viele scheitern an ihren unrealistischen Zielen, die sie unmöglich erreichen können. Die meisten davon geben dann frustriert auf und das kann doch nicht das Ziel sein, welches man erreichen wollte.
Also setzt euch nur Ziele, die ihr auch erreichen könnt. Das muss nicht super einfach sein, darf aber keine Nuss sein, die ihr nicht knacken könnt.

#6 Den eigenen Rhythmus finden

Jeder von euch hat seinen eigenen Rhythmus, mit dem er am besten arbeiten kann. Diesen findet ihr durch ausprobieren heraus. Der eine kann morgens am besten arbeiten, ein anderer eher am Nachmittag und wieder ein anderer kann es am besten in der Nacht. Horcht in euch hinein und findet es heraus.

#7 Ziele visualisieren

Heißt, dass du dich belohnen sollst, wenn du ein Ziel erreicht hast. Jeder wird gern belohnt und wenn ihr niemandem habt, der das gerne für euch übernimmt, dann müsst ihr das selbst machen.

#8 Sucht euch ein Vorbild

Nur der Gedanke an einen selbstdisziplinierten Menschen kann euch dabei helfen selbst so zu werden.

#9 Zweifler ignorieren

Es wird immer Menschen geben die versuchen alles schlecht zu reden. Hört nicht drauf und zieht euer Programm durch.

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6 comments

  1. Robert says:

    Es scheint so einfach und trotzdem muss man sich konsequent auch manchmal dazu zwingen diszipliniert zu sein.

    Mir persönlich fällt es immer sehr schwer zu priorisieren, weshalb ich dann auch nicht die anderen Tipps einhalte und öfters mal prokrastiniere.

    Trotzdem würde ich mich disziplinierter einschätzen als der Durchschnitt der Bevölkerung. Ein Problem kann nämlich auch sein, dass man vor lauter Ratgeber und theoretischem Wissen gar nicht mehr abschalten kann. Was auch nicht zur Produktivität beiträgt.

    • Jean Parker says:

      Da gebe ich dir vollkommen Recht. Man sollte nicht zu viele Ratgeber lesen, denn das macht es auf Dauer nur noch schlimmer.
      Abschalten muss man können, sonst wird man irgendwann krank und ist überhaupt nicht mehr in der Lage etwas zu schaffen.

  2. Katy says:

    Ich würde mich schon als diszipliniert bezeichnen. Trotzdem kann ich immer noch etwas dazu lernen. Deshalb, vielen Dank für die Tipps.
    Liebe Grüße
    Katy

  3. Christine says:

    Ich würde mich selbst als sehr diszipliniert bezeichnen und ich finde deinen Artikel sehr gut, das sind die Dinge dich ich mir selbst auch immer wieder sage. Sehr gut geschrieben

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