Autoreninterview – Kea von Garnier

Guten Morgen meine Lieben,
ich hoffe ihr habt alle gut geschlafen, denn ich möchte euch heute eine ganz tolle Autorin vorstellen.
Ich weiß es ist noch früh am morgen, aber heute ich nun einmal Dienstag und das bedeutet, dass heute auch ein neuer Beitrag meines Autoren-ABCs kommt und damit dieses tolle Interview nicht mit diesem kollidiert, kommt das Interview ganz früh am morgen.
Noch immer freue ich mich wahnsinnig darüber das Buch Schmetterlingswinter rezensieren zu dürfen und euch heute die Autorin dieses Buch vorstellen zu dürfen. Kea hat sich Zeit für ein kurzes Interview genommen und meine Fragen ausführlich beantwortet. Und nun wünsche ich euch ganz viel Spaß.

Vielen Dank, dass du dir die Zeit für ein Interview nimmst. Magst du uns ein bisschen was über dich erzählen?
keaIch bin Kea, Grafikerin, Schriftstellerin, zweifache Katzenmama und leidenschaftliche Bloggerin auf hello mrs eve und thirtyplus. Morgens um 7 starte ich mit einem Web-Meditations-Seminar in den Tag. Ich liebe Spaziergänge im Wald, singe meistens beim Arbeiten vor mich hin und studiere aktuell neben meiner Selbstständigkeit ein zweites Mal: Philosophie und Literatur. Gemeinsam mit meiner Freundin Rebecca habe ich vor kurzem DIE SALONS ins Leben gerufen, eine Plattform für Frauen, die sich der Kunst, Literatur, Musik und Philosophie verschrieben haben und die Lust haben, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. All diese Herzensprojekte unter einen Hut zu bekommen, ist manchmal gar nicht so leicht, zumal ich Zeit meines Lebens an einer starken Angst- und Panikstörung leide. Aber meine Lieblingsthemen geben mir gleichzeitig eben auch die Kraft und Inspiration, immer weiter zu machen.

Du hast einen Blog, worüber schreibst du und wie bist du dazu gekommen?
Ursprünglich war hello mrs eve nur mein digitales Schlüsselloch, eine Art Foto-Album mit Bildern aus meiner Wohnung. Als ich dann das erste Mal beim Treffen der Wohn-Community solebich dabei war, war ich plötzlich von „echten“ Bloggern umgeben und merkte: Hey, da steckt ja noch viel mehr drin! So wurde ich also mit dem Bloggerfieber infiziert und schrieb ein Jahr lang über Interior Design, mit dem Schwerpunkt auf dem skandinavischen Stil. 2016 habe ich mich aus ethischen Gründen dafür entschieden, nur noch über nachhaltige Inneneinrichtung zu bloggen. Gleichzeitig habe ich immer mehr eigene Texte veröffentlicht, Geschichten, Essays, Lyrik. So kam dann auch die Unterzeile „poetry & furniture“ zustande. Seit kurzem nehme ich auch Stellung zu gesellschaftlich-politischen Themen, weil ich der Meinung bin, dass wir uns ein Schweigen nicht mehr leisten können. Seit 2015 blogge ich außerdem auf thirtyplus für weibliche Selbstbestärkung – weil ich finde, dass Frauen ab 30 zu sehr auf anti aging und angeblich nachlassende Attraktivität reduziert werden.

Vor kurzem ist dein erstes Buch „Schmetterlingswinter“ erschienen. Eine schöne Geschichte. Wie bist du auf die Idee zu diesem Roman gekommen und hast du einen privaten Bezug zu Berlin?
Wie die Idee zu „Schmetterlingswinter“ entstanden ist, das ist eigentlich ein witziger Zufall: Als ich an meiner Master-Thesis saß, belohnte ich mich abends nach einem fleißigen Tag mit einem guten Film. Durch Zufall sah ich kurz hintereinander zwei Filme, die es sofort in meine Top 10 schafften: „Prinzessinnenbad“ , eine Dokumentation über drei junge Mädchen, die in Kreuzberg aufwachsen, sehr direkt, provozierend, hart – und doch immer wieder voller Zartheit und Verletzlichkeit. Der zweite Film war „Bright Star – meine Liebe ewig“, ein sehr poetischer, bildstarker Film über den Dichter John Keats und seine Liebe Fanny – sie züchtet im Film Schmetterlinge in ihrem Schlafzimmer. In meinem Kopf vermischten sich diese beiden Geschichten, die unterschiedlicher nicht hätten sein können: Die Idee zu „Schmetterlingswinter“ war geboren. Dass mein erster Roman in Berlin spielen muss, war somit klar! Aber auch, weil ich rettungslos in diese Stadt verliebt bin, seit ich sie das erste Mal sah. Von 2015 bis Mitte diesen Jahres lebte ich zeitweise in einer kleinen Zweitwohnung in der Hauptstadt und konnte so viele Eindrücke aus den Straßen Berlins in mein Buch mit aufnehmen.

Sind weitere Romane in Planung? Wenn ja, magst du uns vielleicht schon etwas über dein nächstes Projekt verraten?
Nach dem Buch ist vor dem Buch, nicht wahr? Aktuell sammele ich noch Ideen, es gibt zwei angefangene Manuskripte auf dem Rechner und viele Geschichten in meinem Kopf. Mal schauen, welche ich als nächstes erzählen werde. Bis dahin arbeite ich außerdem an meinem ersten Gedichtband.

Kommen wir nochmal aufs Bloggen zurück. Hast du für Bloganfänger und Leute die mit dem Bloggen anfangen wollen einen Tipp? Vielleicht einen Geheimtipp?
Ich beobachte, dass viele Bloganfänger ihren Blog starten, weil sie sich Erfolg, Geld und Ruhm davon versprechen – ich glaube, besser und sogar erfolgsversprechender ist es, wenn man über etwas schreibt, das einen wirklich begeistert. Die Blogosphäre in Deutschland professionalisiert sich zwar immer weiter, aber es gibt bereits jetzt eine enormen Menge an Lifestyle-Blogs. Sich hier einen Namen zu machen, ist nicht leicht. Natürlich wünsche ich mir auch noch mehr grüne, nachhaltige Blogs und solche, die mehr zum Thema haben, als nur Mode und Make-Up. Da ist noch viel Platz für kritisch denkende Köpfe!

Außerdem ein ganz praktischer Tipp: Beschränke dich auf facebook nicht darauf, deine eigenen Blogposts zu promoten – teile fremden Content, markiere andere BloggerInnen in deinen Beiträgen und komme mit ihnen ins Gespräch. So entsteht ein reger Austausch. Mir wurde mal empfohlen, das Beitrags-Verhältnis von Fremd-Content zur Bewerbung eigener Inhalte sollte 5:1 oder 5:2 sein. So schafft man Interaktion und gewinnt neue LeserInnen.

Möchtest du noch etwas sagen?
Für die Recherche zu meinen Buch habe ich den Schmetterlingsgarten beim Schloss Sayn in Koblenz besucht – ein magischer Ort! Dort habe ich auch dem Schlupf eines Falters zugesehen und war so beeindruckt vom Lebenswillen dieser kleinen Tiere. So lange harren sie in ihrem Kokon aus, kämpfen sich aus ihrer Höhle ins Licht und fliegen los. Wenn ihr die Möglichkeit habt, einen solchen Garten zu besuchen, lasst es euch nicht entgehen!

Am Donnerstag gibt es dann die Rezension zu Schmetterlingswinter, welche ich dann gerne hier verlinke 🙂

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Autoreninterview – Mara Winter

Bereits letzte Woche gab es ein Autoreninterview hier auf meinem Blog, in dem ich den Anton Dellinger interviewt hatte, heute ist Mara Winter, die Autorin des Buches Glitzerkram an der Reihe und ich freue mich riesig, dass sie sich meinen Fragen gestellt hat.

Wovon handelt dein Buch Glitzerkram?mara-winter
Es geht um eine junge Frau, die sich in einer Umbruchsituation befindet. Nach dem Studium weiß sie nicht, was sie mit sich anfangen soll. Außerdem will ihr Freund sich nicht wirklich binden und sie hat das Gefühl, ihr Leben massiv ändern zu müssen. Aber das klappt nicht so, wie sie es sich vorstellt. Also eigentlich klappt es gar nicht, weil sie sich viel zu viel reinreden lässt und nicht auf ihr Gefühl hört.

Ich weiß das Autoren diese Frage nicht mögen, aber magst du uns verraten, wie du auf die Idee gekommen bist?
Ich war mir nach meinem Studium selbst nicht ganz klar darüber, was ich machen sollte. Ich wollte schreiben und habe dann tatsächlich einen Job als Redakteurin bekommen, das war ein Riesenglück. So leicht mache ich es meiner Protagonistin aber nicht, sie bekommt nur ein Praktikum, bei dem sie ziemlich mies behandelt wird. Viele meiner Freunde haben sich nach dem Studium erstmal mit unbezahlten Praktika herumgeschlagen, bevor sie richtige Jobs bekommen haben.

Außerdem kenne ich das Gefühl gut, dass man sich doch aufraffen und endlich was an seinem Leben ändern sollte, aber den inneren Schweinehund einfach nicht überwinden kann. Oder dass man sich an irgendjemandem oder etwas orientiert, was sich letztlich als Blödsinn herausstellt.
Früher wollte ich gerne von jedem gemocht werden. Heute weiß ich, dass das Quatsch ist. Es muss mich nicht jeder mögen. Es reicht, wenn ein paar Freunde mich mögen. Und meine Familie, naja, die muss mich nicht mögen, die muss mich halt lieben. Das ist wieder ein anderes Thema.

Du hast im Verlag veröffentlicht, einem Imprint von Droemer & Knaur, wenn ich mich nicht irre. Magst du uns verraten, wie sich dein Weg bis zum fertigen Buch gestaltet hat?
Ich schreibe schon lange und habe mein erstes Buch im SIEBEN VERLAG veröffentlicht, da hab ich es selbst hingeschickt. Zu Droemer & Knaur bin ich aber ganz klassisch über eine Literaturagentur gekommen. Es ist sehr schwierig, ohne Agentur bei einem großen Verlag angenommen zu werden. Außerdem kostet es sehr viel Zeit, sich selbst zu bewerben. Ich bin auch froh, wenn ich ein neues Projekt mit meinem Agenten besprechen kann.

Würdest du diesen Weg wieder wählen?
Wahrscheinlich schon, ja.

Arbeitest du bereits am nächsten Projekt? Wenn ja, was kannst und magst du uns schon verraten?
Ich arbeite momentan an einem Unterhaltungsroman und an einem Thriller. Zwei total unterschiedliche Projekte, aber ich liebe beide. Mal sehen, was zuerst fertig wird.

Was würdest du angehenden Autoren raten? Was sollten sie tunlichst vermeiden?
Ich denke, sie sollten, gerade am Anfang, unbedingt Ratschläge von erfahrenen Autoren annehmen. Man überschätzt sich selbst leicht. Und sonst ist der einzige Tipp: Disziplin. Schreiben, schreiben, schreiben.

Möchtest du noch ein paar Worte an deine Leser richten?
Wenn es eine Aussage von Glitzerkram gibt, dann diese: Sei nicht perfekt, sei du!

PS: Bücher sollen die Leser glücklich machen. Und mich machen Rezensionen glücklich.

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Wenn du Mara treffen möchtest, dann hast du dazu auf der Frankfurter Buchmesse die Gelegenheit dazu, denn sie ist dort am Feelings-Stand anzutreffen.

Wann? am Samstag 22.10.16 von 13:00 bis 15:00 Uhr
Wo? auf der Agora (draußen im Innenhof der FBM)

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