Buchgeplauder – Die Rezension – Wieso sie so wichtig ist und jeder welche schreiben sollte

Guten Morgen meine Lieben,
es ist Sonntag  und damit wieder Zeit für mein Buchgeplauder. Ich hoffe eure erste Januarwoche hat euch nicht den letzten Nerv gekostet und ihr konntet einiger Maßen entspannt in das neue Jahr starten, denn das heutige Thema liegt mir sehr am Herzen.

Die Rezension ist mit der wichtigste Lohn eines Künstlers und vor allem für uns Autoren sind sie besonders wichtig.
Jedes Buch, welches Rezensionen sammeln konnte, könnte sich dadurch zum einen besser verkaufen oder schlechter, aber sie liefern vor allem wichtige Informationen, die wir Autoren dringend benötigen, um uns verbessern zu können.
Jeder Leser der sich hinsetzt und eine Rezension verfasst, hilft dem Autor des Buches dabei Schwächen auszumerzen, sich zu verbessern und zu erfahren, was seinen Lesern gefallen hat und was er oder sie im nächsten Buch besser bleiben lassen sollte.
Eine Rezension ist also nicht bloß die Meinung eines Lesers, sondern so viel mehr und deshalb möchte ich euch bitten, die paar Minuten zu investieren, um zum Beispiel auf Amazon eine zu hinterlassen. Sie muss keine zehn Seiten lang sein, ein paar aussagekräftige Worte reichen bereits aus, um einen Autor glücklich zu machen. Meist reicht es bereits, wenn folgende Punkte erwähnt werden:

– Worum geht es in dem Buch?
– Wie hat dir die Geschichte gefallen?
– Was hat dir nicht gefallen?
– Wie ist der Schreibstill?
– Lässt sich das Buch gut lesen?

Wenn du magst kannst du auch noch die eine oder andere Anmerkung einstreuen, aber bedenke das eine Rezension immer sachlich verfasst sein sollte und keine Plattform für Beleidigungen ist.
Schreib deine subjektive Meinung auf. Die muss nicht mit den anderen Rezensionen übereinstimmen, denn es geht um deine persönliche Meinung und Erfahrung mit dem Buch und nicht darum, dem Autor den Bauch zu pinseln.

Wenn du mehr Informationen haben möchtest, wie man eine gute Rezension verfasst, dann möchte ich dir an dieser Stelle meinen Beitrag Rezensionen, Lohn eines jeden Künstlers, Last eines jeden Lesers empfehlen.

Es kostet oft nur ein paar Minuten seine Meinung aufzuschreiben, hilft aber unglaublich vielen Menschen, denn nicht nur der Autor ist froh darüber deine Meinung zu erfahren. Sondern auch potentielle Leser, die sich noch nicht ganz sicher sind, ob sie ein Buch lesen sollen.
Probiere es einfach mal aus und du wirst schnell merken das es dir leichter fällt deine Anmerkungen auszuformulieren und Spaß daran finden. 🙂

Schreibst du bereits Rezensionen? Dann würde mich interessieren wo 🙂 ich suche nämlich noch immer nach Plattformen auf denen ich meine Rezensionen teilen kann.

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Exposé – Was gehört rein, was besser nicht?

write-1292839Wenn du diesen Beitrag gerade voller Vorfreude vor dir auf dem Bildschirm hast, dann gehe ich davon aus, dass du dein Manuskript fertig hast und dich nun auf der Suche nach einem Verlag befindest.
Erst einmal herzlichen Glückwunsch zum Abschluss eines der größeren Etappenziele und viel Glück für diesen nächsten Schritt, der gut durchdacht sein sollte.
Damit es mit der Verlagssuche klappt, muss das Exposé einfach der Burner sein, es muss den Lektor vom Hocker hauen und dabei möchte dir dieser Artikel behilflich sein.

Schritt für Schritt wird dieser Beitrag das Thema aufdröseln, um dir möglichst verständlich alle nötigen Informationen zu liefern, die du für ein aussagekräftiges Exposé benötigst.

Was ist eigentlich ein Exposé?

Das Wort stammt aus dem Französischen und bedeutet Darstellung/Übersicht. Es soll also dein Manuskript darstellen und eine Übersicht über das Geschriebene geben. Mit dieser Information kann man gut arbeiten, deshalb werden wir uns im nächsten Schritt mit dem Inhalt deiner Darstellung beschäftigen.
Bedenke: Ein gutes Exposé kann ein schlechtes Manuskript nicht retten. Im Klartext bedeutet dies, dass ein gutes Exposé am ersten Tag der Arbeit an deinem Manuskript beginnt und erst nach dem Schreibprozess sichtbar wird. Gib dir immer Mühe, egal wie anstrengend und nervenaufreibend das Ganze auch sein mag. Ansonsten kannst du es gleich bleiben lassen.

Bestandteile eines Exposés

Ein Exposé ist keine Inhaltsangabe, nicht das wir uns da falsch verstehen. Die Inhaltsangabe ist zwar ein Teil der Darstellung deines Manuskriptes, aber eben nicht das Exposé.
Nachfolgend zähle ich nun stichpunktartig auf, was dein Exposé alles beinhalten sollte. Sicherlich wirst du im Netz unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema finden, deshalb ist es ratsam sich mit Schreiberkollegen auszutauschen und ggf. Verlagsautoren zu fragen, wie sie ihr Exposé verfasst haben.

Kontaktinformationen
Dieser Punkt umschließt deinen Namen, deine Adresse, Mailadresse und Telefonnummern, damit der Verlag mit dir in Verbindung treten kann, sollte es Nachfragen oder eine Zu- oder Absage geben.
Diese Informationen sollten auf deiner Leseprobe und der Darstellung zu finden sein, damit dir diese Daten zugeordnet werden können, sollten sie einmal getrennt von einander bearbeitet werden.

(Arbeits-)Titel deines Romans
Sicherlich hast du dir während des Entstehungsprozesses Gedanken über den Titel deines Romans gemacht. Schreib ihn auf, aber beiß dich nicht an ihm fest. In vielen Fällen ist es nämlich so, dass der Verlag einen vollkommen anderen Titel für dein Werk aussucht.

ggf. Pseudonym
Wenn du nicht unter deinem Klarnamen veröffentlichen möchtest, dann nenne dein Pseudonym im Exposé.

Genre
Ganz wichtig, denn durch diese Information kann ein Lektor bereits zu Beginn sagen, ob dein Manuskript von Interesse sein könnte oder ob es überhaupt nicht ins Programm passt. Letzteren Punkt solltest du allerdings abklären bevor du einem Verlag deine Unterlagen zukommen lässt.

Umfang
Wie viele Normseiten umfasst dein Manuskript oder sind geplant?

Zielgruppe
Ein wichtiger Punkt: Welche Zielgruppe spricht dein Roman an? Bei diesem Punkt solltest du dir besonders viele Gedanken machen und deine Zielgruppe so genau wie möglich benennen.

Erzählstimme (bei Belletristik) Atmosphäre des Romans

Perspektive
Aus welcher Perspektive ist dein Roman verfasst?
Ich-Erzähler?
Auktorialer Erzähler?

Abstrakt
Eine Ein-Satz-Zusammenfassung deines Romans (maximal drei Sätze)

Inhaltsangabe
Erzähl kurz und knackig worum es in deinem Roman geht. Dafür maximal eine Normseite. Ist wenig ich weiß, aber manchmal liegt in der Kürze die Würze.

Hauptfiguren und ihre Entwicklungen
Erzähl ein wenig über deine Hauptfiguren. Wie entwickeln sie sich im Laufe der Geschichte? Was treibt sie an? Wieso handeln sie so, wie sie handeln?

Was ein Exposé nicht ist

1. Es ist kein Klappentext.
Du sollst keinen Werbetext für dein Buch schreiben, sondern eine Übersicht über den Inhalt liefern.

2. Es ist keine Nacherzählung.
Du sollst nicht die Handlung deines Romans nacherzählen, sondern ihn einem Lektor schmackhaft machen.

3. Es ist keine philosophische Abhandlung.
Verwechsel das Exposé bitte nicht mit dem Essay.

4. Es ist keine Interpretation des eigenen Werkes.
Oder ist dein Werk so unverständlich?

5. Es ist keine Absichtserklärung.
Entweder bewirkt deine Geschichte etwas oder sie tut es nicht.

Merkmale eines aussagekräftigen Exposés

  1. Ein Exposé ist ein knapper, sachlicher Abriss der Handlung
  2. Ein Exposé beinhaltet das Thema und das Genre
  3. Ein Exposé gibt falls nötig eine knappe Hintergrundinformation
  4. Ein Exposé geht auf die Zielgruppe ein und beweist Marktkenntnisse des Autors
  5. Ein Exposé wird im Präsens geschrieben
  6. Ein Exposé ist nicht länger als zwei DIN A4 Seiten

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Warum Bloggen keine Einbahnstraße ist

one-way-street-1113973Es gibt eine Menge Blogger und damit auch eine Menge unterschiedlicher Blogs auf diesem Planeten und das ist auch gut so. Diese Vielfalt gefällt mir und zeigt doch, dass wir alle ganz individuell sind, denn kein Blog gleicht dem anderen, es sei denn, er wurde kopiert. Eigentlich sollten wir alle eines gemeinsam haben – die Leidenschaft zum Bloggen.
Doch die Realität ist häufig eine andere. Erst heute wieder bin ich auf Facebook auf einen Beitrag in einer Gruppe für Blogger gestoßen und musste mit entsetzen feststellen, dass der Großteil der Kommentare nur so vor Arroganz und Missgunst triefte. Gefragt waren Hilfestellungen für jemanden der mit dem Bloggen anfangen möchte, aber noch keinen genauen Plan hat, der Fragesteller wollte bei den Basics Hilfe haben und ein paar Tipps bekommen. In meinen Augen nichts verwerfliches, denn haben wir nicht alle einmal klein angefangen?
Es gab ein paar hilfreiche Kommentare, doch aus dem Großteil der Antworten konnte man pure Arroganz herauslesen, denn wenn Antworten mit dem Wortlaut „Google? Kennst du das?„, „Wenn er nicht googlen kann, dann sollte er nicht bloggen“ und welcher mich ganz besonders wütend gemacht hat „Aus meiner Sicht tut es dann doch eine normale Website die ach so leidenschaftlich gefüllt wird! Der Sinn eines Blogs ist und bleibt für mich ein anderer…“ Sag mal geht’s noch? Mit welcher Berechtigung werden solche Antworten verfasst? Da ist jemand der nach Hilfe fragt und was bekommt er? Dumme Kommentare und Galle, nicht mehr und nicht weniger, wobei auch der eine oder andere hilfreiche Kommentar dabei war.

An die Blogger, die diesen Beitrag jetzt vielleicht lesen: Ihr habt das Bloggen nicht für euch gepachtet. Jeder darf einen Blog eröffnen und bloggen, nicht nur ihr, denn ihr seid nicht die Könige der Blogosphäre, auch wenn ihr euch gerne dafür haltet. Ihr habt auch mal klein angefangen und hattet Fragen auf die ihr Antworten haben wolltet und froh ward, wenn ihr welche bekommen habt. Wie würdet ihr euch fühlen, wenn euch jemand mit so viel Arroganz im Ton antwortet und euch das Recht auf eure Leidenschaft absprechen will?

Warum Bloggen keine Einbahnstraße ist…

… man ist mit Leidenschaft dabei und möchte seinen Lesern etwas bieten. Im besten Fall bekommt man Stammleser, die schon gierig auf den nächsten Beitrag warten. Sie fangen an zu agieren und durchbrechen die Einbahnstraße.

… weil das Vernetzen im Vordergrund steht. Jeder von uns möchte gelesen werden und nicht nur für sich selbst schreiben, doch wenn man auf einer Einbahnstraße unterwegs ist, dann kann man nicht auf Augenhöhe kommunizieren und steht ziemlich schnell alleine da.

… man ist nicht alleine, denn es gibt unendlich viele Blogs dort draußen mit denen man sich zusammentun kann, gemeinsame Aktionen starten kann, Links und Beiträge tauschen kann – Gastartikel sind der Schlüssel zum Erfolg – aber dafür muss man die Einbahnstraße verlassen und andere neben sich dulden.

… gemeinsam statt einsam. Eine Leidenschaft zu teilen macht viel mehr Spaß, als sich alleine durch die Wirren des Internets und des Bloggens zu kämpfen. Also habt Spaß zusammen, doch dafür müsst ihr eure Einbahnstraße verlassen.

Warum Bloggen keine Einbahnstraße ist? Weil es etwas ist, dass man mit anderen teilen kann, gemeinsam gestalten und erleben kann.
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