Rezension: Schmetterlingswinter

Auf Streich Nummer eins, folgt sogleich die Nummer zwei. Hier also die nächste versprochene Rezension von mir, für euch. Es geht um das Buch Schmetterlingswinter von der Autorin und Bloggerin Kea von Garnier. An dieser Stelle möchte ich euch nicht nur ihr Romandebüt empfehlen, sondern auch ihren Blog hello mrs eve. Schaut doch einfach mal bei ihr vorbei, sie freut sich bestimmt.

Die wichtigsten Daten auf einen Blick

Titel: Schmetterlingswinter
Autor: Kea von Garnier
Verlag: Selfpublishing
Format: Taschenbuch/eBook
Seiten: 260
ISBN: 978-1537455341
Erscheinungstermin: 01. September 2016

Teil einer Reihe: Nein

Klappentext

Berlin im Winter. Mira ist 15, liebt den Himmel, ihr Tagebuch und träumt sich aus ihrem Leben am liebsten davon. In ihrer neuen Patchworkfamilie hat sie keinen Platz. Überhaupt, alles nervt, die Schule besonders. Gut, dass es Valerie und Kat gibt. Gemeinsam suchen die drei Freundinnen nach Lichtblicken in ihrem Alltag zwischen Plattenbau und Partynächten.
Mira scheint ohne Perspektive, lebt, trinkt und feiert gleichgültig in den Tag hinein, um ihren Kummer zu vergessen – bis ein versuchter Ladendiebstahl sie in eine völlig neue Welt katapultiert. Die Begegnung mit Astrid und ihrer Schmetterlingsfarm, die Teilnahme an einem Gedichtwettbewerb und die Frage, ob die Freundschaft der drei Mädchen den Winter übersteht, bringen Miras Leben ganz schön durcheinander.
Und dann ist plötzlich auch noch Michel wieder da, Miras Schwarm aus dem vergangenen Sommer…

Ein Buch übers Erwachsenwerden, über den Mut, mit offenem Herzen auf das Leben und die Liebe zuzugehen, auch wenn das mit dem Risiko verbunden ist, verletzt zu werden. Weil es sich lohnt, die eigenen Talente zu entdecken, den engen Kokon aus Angst zu verlassen und fliegen zu lernen.

Zitat

„Trotzdem. Trotzdem hat unglaublich viel Kraft. Es ist nicht so wichtig , wie oft du verletzt wirst. Oder verlassen. Es geht darum trotzdem am Leben zu sein. Sich lebendig zu fühlen, sich nicht für alle Ewigkeit einzuigeln wie in einen Kokon und niemals wieder herauszukommen. Da drin ist man vielleicht sicher, aber man kann niemals fliegen. Nie den Abendwind fühlen. Nie die gleißende Wärme der Sonne. Dann ist man schon tot, lange bevor man stirbt.“

Der erste Satz

Großstadtgrau.

Meine Meinung zu dem Buch

Lies es! Ich kann dir nur empfehlen dieses Buch zu lesen, denn seine Botschaft ist unglaublich wichtig. Es handelt vom Erwachsenwerden und all den Problemen, die diese Entwicklungsstufe mit sich bringt. Man kann schon steinalt sein, dennoch sollte man sich dieses Buch einmal zu Gemüte führen, vielleicht versteht dann der eine oder andere besser, was mit der heutigen Jugend los ist.
Dieses Buch kann einem die Augen öffnen und einen empfänglicher für die Sorgen, Ängste und Nöte heranwachsender Erwachsener näher bringen und lässt einen verstehen, wieso sie sich benehmen, wie sie sich benehmen.
Jeden Tag prasseln unglaublich viele Anforderungen, Eindrücke, Herausforderungen, Zwänge etc. auf die Jugend ein, doch sie sind diesem Druck nicht gewachsen und kapseln sich irgendwann ab, weil sie sich schützen wollen und dann fangen die Probleme an. Diesen Teufelskreis muss man dann erst wieder durchbrechen, also sollte man es gar nicht erst soweit kommen lassen und dabei kann dieses Buch helfen. Es ist kein Ratgeber, sondern ein Jugendbuch, aber es ist ein Buch, welches eine Botschaft in die Welt hinausträgt und deshalb möchte ich es euch ans Herz legen. Lest es und pickt euch die gelieferten Informationen heraus.

Der Schreibstil ist angenehm und passt gut zu der Geschichte. Die Figuren sind gut gezeichnet und man kann ihre Handlungen und Gefühle während der gesamten Geschichte nachvollziehen, wenn man sich darauf einlässt.
Der Verlauf der Geschichte ist ebenfalls schlüssig und folgt einem angenehmen Roten Faden, der sich durch die gesamte Story zieht und den Leser bei der Stange hält.
Schmetterlingswinter ist kein Jugendroman der nur unterhält, Schmetterlingswinter hat eine Botschaft für seine Leser.

Fazit:
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für das Buch Schmetterlingswinter von Kea von Garnier. Ich möchte euch dieses Buch ans Herz legen. Lest es und denkt über seine Botschaft nach, sie wird euch klarer sehen lassen. 5/5 Eulen.

Cover:

Preis/Leistung:

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Autoreninterview – Kea von Garnier

Guten Morgen meine Lieben,
ich hoffe ihr habt alle gut geschlafen, denn ich möchte euch heute eine ganz tolle Autorin vorstellen.
Ich weiß es ist noch früh am morgen, aber heute ich nun einmal Dienstag und das bedeutet, dass heute auch ein neuer Beitrag meines Autoren-ABCs kommt und damit dieses tolle Interview nicht mit diesem kollidiert, kommt das Interview ganz früh am morgen.
Noch immer freue ich mich wahnsinnig darüber das Buch Schmetterlingswinter rezensieren zu dürfen und euch heute die Autorin dieses Buch vorstellen zu dürfen. Kea hat sich Zeit für ein kurzes Interview genommen und meine Fragen ausführlich beantwortet. Und nun wünsche ich euch ganz viel Spaß.

Vielen Dank, dass du dir die Zeit für ein Interview nimmst. Magst du uns ein bisschen was über dich erzählen?
keaIch bin Kea, Grafikerin, Schriftstellerin, zweifache Katzenmama und leidenschaftliche Bloggerin auf hello mrs eve und thirtyplus. Morgens um 7 starte ich mit einem Web-Meditations-Seminar in den Tag. Ich liebe Spaziergänge im Wald, singe meistens beim Arbeiten vor mich hin und studiere aktuell neben meiner Selbstständigkeit ein zweites Mal: Philosophie und Literatur. Gemeinsam mit meiner Freundin Rebecca habe ich vor kurzem DIE SALONS ins Leben gerufen, eine Plattform für Frauen, die sich der Kunst, Literatur, Musik und Philosophie verschrieben haben und die Lust haben, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. All diese Herzensprojekte unter einen Hut zu bekommen, ist manchmal gar nicht so leicht, zumal ich Zeit meines Lebens an einer starken Angst- und Panikstörung leide. Aber meine Lieblingsthemen geben mir gleichzeitig eben auch die Kraft und Inspiration, immer weiter zu machen.

Du hast einen Blog, worüber schreibst du und wie bist du dazu gekommen?
Ursprünglich war hello mrs eve nur mein digitales Schlüsselloch, eine Art Foto-Album mit Bildern aus meiner Wohnung. Als ich dann das erste Mal beim Treffen der Wohn-Community solebich dabei war, war ich plötzlich von „echten“ Bloggern umgeben und merkte: Hey, da steckt ja noch viel mehr drin! So wurde ich also mit dem Bloggerfieber infiziert und schrieb ein Jahr lang über Interior Design, mit dem Schwerpunkt auf dem skandinavischen Stil. 2016 habe ich mich aus ethischen Gründen dafür entschieden, nur noch über nachhaltige Inneneinrichtung zu bloggen. Gleichzeitig habe ich immer mehr eigene Texte veröffentlicht, Geschichten, Essays, Lyrik. So kam dann auch die Unterzeile „poetry & furniture“ zustande. Seit kurzem nehme ich auch Stellung zu gesellschaftlich-politischen Themen, weil ich der Meinung bin, dass wir uns ein Schweigen nicht mehr leisten können. Seit 2015 blogge ich außerdem auf thirtyplus für weibliche Selbstbestärkung – weil ich finde, dass Frauen ab 30 zu sehr auf anti aging und angeblich nachlassende Attraktivität reduziert werden.

Vor kurzem ist dein erstes Buch „Schmetterlingswinter“ erschienen. Eine schöne Geschichte. Wie bist du auf die Idee zu diesem Roman gekommen und hast du einen privaten Bezug zu Berlin?
Wie die Idee zu „Schmetterlingswinter“ entstanden ist, das ist eigentlich ein witziger Zufall: Als ich an meiner Master-Thesis saß, belohnte ich mich abends nach einem fleißigen Tag mit einem guten Film. Durch Zufall sah ich kurz hintereinander zwei Filme, die es sofort in meine Top 10 schafften: „Prinzessinnenbad“ , eine Dokumentation über drei junge Mädchen, die in Kreuzberg aufwachsen, sehr direkt, provozierend, hart – und doch immer wieder voller Zartheit und Verletzlichkeit. Der zweite Film war „Bright Star – meine Liebe ewig“, ein sehr poetischer, bildstarker Film über den Dichter John Keats und seine Liebe Fanny – sie züchtet im Film Schmetterlinge in ihrem Schlafzimmer. In meinem Kopf vermischten sich diese beiden Geschichten, die unterschiedlicher nicht hätten sein können: Die Idee zu „Schmetterlingswinter“ war geboren. Dass mein erster Roman in Berlin spielen muss, war somit klar! Aber auch, weil ich rettungslos in diese Stadt verliebt bin, seit ich sie das erste Mal sah. Von 2015 bis Mitte diesen Jahres lebte ich zeitweise in einer kleinen Zweitwohnung in der Hauptstadt und konnte so viele Eindrücke aus den Straßen Berlins in mein Buch mit aufnehmen.

Sind weitere Romane in Planung? Wenn ja, magst du uns vielleicht schon etwas über dein nächstes Projekt verraten?
Nach dem Buch ist vor dem Buch, nicht wahr? Aktuell sammele ich noch Ideen, es gibt zwei angefangene Manuskripte auf dem Rechner und viele Geschichten in meinem Kopf. Mal schauen, welche ich als nächstes erzählen werde. Bis dahin arbeite ich außerdem an meinem ersten Gedichtband.

Kommen wir nochmal aufs Bloggen zurück. Hast du für Bloganfänger und Leute die mit dem Bloggen anfangen wollen einen Tipp? Vielleicht einen Geheimtipp?
Ich beobachte, dass viele Bloganfänger ihren Blog starten, weil sie sich Erfolg, Geld und Ruhm davon versprechen – ich glaube, besser und sogar erfolgsversprechender ist es, wenn man über etwas schreibt, das einen wirklich begeistert. Die Blogosphäre in Deutschland professionalisiert sich zwar immer weiter, aber es gibt bereits jetzt eine enormen Menge an Lifestyle-Blogs. Sich hier einen Namen zu machen, ist nicht leicht. Natürlich wünsche ich mir auch noch mehr grüne, nachhaltige Blogs und solche, die mehr zum Thema haben, als nur Mode und Make-Up. Da ist noch viel Platz für kritisch denkende Köpfe!

Außerdem ein ganz praktischer Tipp: Beschränke dich auf facebook nicht darauf, deine eigenen Blogposts zu promoten – teile fremden Content, markiere andere BloggerInnen in deinen Beiträgen und komme mit ihnen ins Gespräch. So entsteht ein reger Austausch. Mir wurde mal empfohlen, das Beitrags-Verhältnis von Fremd-Content zur Bewerbung eigener Inhalte sollte 5:1 oder 5:2 sein. So schafft man Interaktion und gewinnt neue LeserInnen.

Möchtest du noch etwas sagen?
Für die Recherche zu meinen Buch habe ich den Schmetterlingsgarten beim Schloss Sayn in Koblenz besucht – ein magischer Ort! Dort habe ich auch dem Schlupf eines Falters zugesehen und war so beeindruckt vom Lebenswillen dieser kleinen Tiere. So lange harren sie in ihrem Kokon aus, kämpfen sich aus ihrer Höhle ins Licht und fliegen los. Wenn ihr die Möglichkeit habt, einen solchen Garten zu besuchen, lasst es euch nicht entgehen!

Am Donnerstag gibt es dann die Rezension zu Schmetterlingswinter, welche ich dann gerne hier verlinke 🙂

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