Montagsfrage: Bevorzugst du Reihen oder Einzelbände?

Hallo meine Lieben,
heute bricht die letzte Woche im Monat März an und damit ist es wieder Zeit für eine neue Montagsfrage vom Buchfresserchen. Leider fehlt ihr diese Woche die Kreativität für eine neue Frage, deshalb gibt es eine offene und wir können uns eine aus den bisher erschienen Fragen aussuchen. Ich habe mich für diese hier entschieden:

Montagsfrage: Bevorzugst du Reihen oder Einzelbände?

Eine Frage, die sich hervorragend dafür eignet ausführlich beantwortet zu werden. Vor allem weil  ich meinen Blog in den letzten Wochen sträflich vernachlässigt habe und nur die Standardbeiträge kamen. Das wird sich wieder ändern, versprochen, denn mir juckt es schon in den Fingern.

Ich bevorzuge weder Reihen noch Einzelbände, beides ist mir willkommen, denn beides hat seine Vor- & Nachteile. Es ist nicht immer entscheidend, wie viele Bücher eine Geschichte erzählen, sondern, wie diese Geschichte erzählt wird.
Bei Reihen hat man als Autor oft das Problem, die Spannung von der ersten bis zur letzten Seite aufrecht zu erhalten. Einigen Kollegen gelingt dies sehr gut, aber es gibt auch Reihen, die regelrechte Durststrecken durchleben. Sehr unschön, denn ich mag sowas überhaupt nicht. Die Spannung muss nicht kontinuierlich auf einem hohen Level sein, aber langweilig sollte es nicht sein. Alles was die Geschichte vorantreibt ist in Ordnung.
Einzelbände sind immer wieder schön, vor allem dann, wenn man mal keine Lust darauf hat endlos lange auf den Folgeband zu warten. Ich mag es überhaupt nicht ewig warten zu müssen, bis ich endlich weiterlesen kann. Damit bin ich zum Glück nicht alleine.


Vorteile von Reihen

  • Man kann länger in der Geschichte verweilen
  • Man verbringt mehr Zeit mit seinen Lieblingsfiguren
  • Wenn ein Band beendet ist, muss man sich nicht zwangsläufig von der Geschichte trennen
  • Jeder neue Band ist, wie nach Hause kommen

Nachteile von Reihen

  • Oft muss man lange auf den nächsten Band warten
  • Viel zu oft verlieren Geschichten ihren Reiz, weil der Autor versucht eine vielbändige Reihe zu schreiben
  • Spannung über viele Bücher halten, gelingt nicht allen Autoren

Vorteile von Einzelbänden

  • Meist spannender, als Reihen, weil die Geschichte in einem begrenzten Rahmen erzählt wird
  • Kein langes warten auf den nächsten Band
  • Die Ausgaben sind überschaubar, weil man nicht gezwungen ist die nächsten Bände zu kaufen, um das Ende zu erfahren

Nachteile von Einzelbänden

  • Man muss sich schneller von seinen Lieblingen trennen
  • Meist ist die Geschichte viel zu schnell zu Ende

Nun ist eure Meinung gefragt. Was lest ihr lieber, Reihen oder Einzelbände? Außerdem würde mich interessieren, welche Buchreihen ihr mir empfehlen könnt, ich bin nämlich auf der Suche nach einer spannenden Reihe, in die ich mich fallen lassen kann.

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Meine Liebeserklärung an das Selfpublishing

Hallo meine Lieben,
dieser Beitrag ist meine Liebeserklärung an das Selfpublishing. Der eine oder andere von euch wird nun sicherlich ungläubig den Kopf schütteln, wenn er meinen letzten Beitrag gelesen hat.
Ich habe nicht innerhalb kürzester Zeit meine Meinung geändert, denn Selfpublishing ist und bleibt Fluch und Segen zugleich. Entscheidend ist doch nur, was man daraus macht. Was dem einen ein Fluch Nachteil ist, muss es für den nächsten nicht auch sein.

In diesem Beitrag möchte ich euch erzählen, weshalb ich der Meinung bin, dass ich mit dem Weg des Selfpublishings den richtigen einschlage und ein anderer für mich eigentlich nicht in Frage kommt.

Warum gerade Selfpublishing?

Für mich ist der Selbstverlag der ideale Weg mein Buchbaby auf die Welt zu bringen, weil es mir unendlich viele Möglichkeiten bietet und Freiheiten lässt, die ich in einem Verlag nicht hätte.
Ich sage nicht, dass ein Verlag für mich überhaupt nicht in Frage kommt, sondern nur, dass ich es mir momentan nicht vorstellen kann. Ein Verlag bietet einem Autor viele Vorteile, aber damit auch einige Nachteile und letztere überwiegen für mich nun einmal. Dennoch schließe ich diese Option nicht vollkommen für mich aus.

Vorteil des Selbstverlags

Der größte Vorteil für mich ist, dass ich in meinem eigenen Tempo arbeiten kann und mir außer meinen Lesern niemand im Nacken sitzt. In manchen Situationen ist Zeitdruck vielleicht hilfreich, doch beim Schreiben ist er kontraproduktiv und führt zu Fehlern. Fehler die man nicht macht, wenn man sich die nötige Zeit zum Arbeiten nimmt.
Außerdem funkt mir niemand dazwischen. Niemand sagt, dass ich ein Kapitel löschen muss oder durch ein anderes ersetzen soll. Ich kann meine Geschichte so schreiben, wie sie in mir heranwächst und aus mir herausplatzt. Ich bin einfach unglaublich schlecht darin, mich von Dingen zu trennen, die mir wichtig sind. Man sagt zwar nicht umsonst „kill your Darlings“, aber muss das wirklich um jeden Preis sein?
Kompromisse schließen sollte man können, dafür aber gleich ein ganzes Kapitel oder eine liebgewohnene Szene killen? Nicht mit mir, dass kann ich einfach nicht.
Beim Selfpublishing muss ich das auch gar nicht, denn niemand kann mich dazu zwingen. Natürlich werde ich solche Entscheidungen ein wenig von meinen Testlesern abhängig machen, denn sie sind der Schlüssel zu einem guten Buch. Wenn sie sagen, dass muss geändert werden, fühlt sich das für mich wie ein Vorschlag an und nicht wie ein muss.

Nachteile des Selbstverlags

Nachteile gibt es natürlich auch einige und diese sollte man nicht unterschätzen. Jedes gute Buch sollte ein Lektorat genießen, was im Normalfall sehr viel Geld kostet. Veröffentlicht man in einem Verlag, dann trägt dieser die Kosten, doch als Selfpublisher trägt man sie selbst.
Es gibt jedoch einige Möglichkeiten ein Buch auch ohne ein professionelles Lektorat zu veröffentlichen. Doch dieser Weg erfordert sehr viel Zeit, Durchhaltevermögen, Selbstdisziplin und Können. Um es ohne Lektorat zu schaffen, muss man selbst fit in Rechtschreibung und Grammatik sein, Kommasetzung beherrschen oder wissen, wo man kompetente Hilfe bekommt.
Ein Cover kann auch nicht jeder von uns aus dem Ärmel schütteln, deshalb benötige ich auch hier Hilfe. Aber ich investiere lieber ordentlich Geld in mein Buch und habe am Ende eines, auf das ich wirklich stolz sein kann. Ich schreibe für mich, meine Leser und um zu Veröffentlichen und nicht um mich für einen Verlag zu verbiegen.

Eine Liebeserklärung an das Selfpublishing

Selfpublishing – einmal damit angefangen kann man nicht wieder damit aufhören. Ich finde man ist viel näher an seinen Lesern dran, denn man kann sie von Anfang an mit in den Entstehungsprozess einbeziehen. Man lernt außerdem eine Menge toller Leute kennen und ist nicht allein.
Selfpublisher halten zusammen und unterstützen sich, wo es nur geht. Niemand wird ratlos zurückgelassen und niemand muss diesen Weg alleine gehen. Es gibt immer jemanden, der dazu bereit ist, dir zu helfen, wenn es irgendwo brennt. Ich schätze diese Gemeinschaft und möchte sie nicht mehr missen.

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